Die deutsche Industrie befindet sich im freien Fall. Energiekosten, Klimaschutz und Bürokratie erdrosseln die Wettbewerbsfähigkeit. So die Erzählung. Ein Industrieexperte widerspricht. Ihm zufolge zeigen die Daten ein differenziertes Bild. Der Industriestrompreis ist etwa niedriger als vor zehn Jahren. “Warum ist die Industrie nicht damals untergegangen, wenn hohe Energiekosten das Problem sind?”, fragt Harro Heilmann im Podcast “Das Klima-Labor von ntv”. Der Professor für Produktion und Management sagt: Die Daten werden fehlinterpretiert. Absichtlich. “Die missbräuchliche Verwendung ist politisch motiviert. Es geht auch darum, Ausreden oder einen Sündenbock für unternehmerische Fehlentscheidungen zu finden.” Deshalb auch der große Stellenabbau. “Über die Jahre sind viele Meta-Jobs ohne Wertschöpfung entstanden”, sagt Heilmann. “Seien wir ehrlich: Solange es gut läuft, geht man diese harten Themen nicht an.” Seine Botschaft lautet: Die deutsche Industrie schlägt sich besser als gedacht. Denn seit 2020 jagt ein Schock den nächsten. Speziell neue Branchen wie Raumfahrt und Energie haben hervorragende Zukunftsaussichten.

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  • HaraldvonBlauzahn@feddit.org
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    9 days ago

    Der Produktionsindex zeichnet allerdings nicht nach, was produziert wurde. Man sieht nur den Rückgang der Stückzahlen innerhalb der seinerzeit festgelegten Struktur. Strukturänderungen werden nicht berücksichtigt.

    Das täuscht?

    Ja. 30.000 gut ausgestattete VW-Golfs haben einen Wert von ungefähr 1,5 Milliarden Euro. Eine einzelne Fregatte aber auch.

    Äähh… können wir nicht lieber Windräder haben?