Während in den Führungsebenen großer Unternehmen häufig Begeisterung für KI-Anwendungen herrscht, berichten Softwareentwickler häufig von negativen Erfahrungen mit der Technologie. Wie 404 Media berichte, verwenden viele Entwickler KI nicht aus Überzeugung, sondern weil sie dazu gedrängt oder explizit dazu angewiesen werden.
Als besonders zeitintensiv und frustrierend beschreiben Entwickler die Überprüfung von KI-generiertem Code, der häufig fehlerhaft sei, heißt es weiter. Hinzu komme die Befürchtung, dass eigene Fähigkeiten verloren gehen, weil eigenständiges kritisches Denken und Problemlösungskompetenzen durch den Einsatz von KI-Tools verloren gehen könnten.


LLMs stellen einen probabilistichen Vorgang dar, der stets zur Mitte der Normalverteilung strebt. Das ist definitorisch das exakte Gegenteil von out-of-the-box und Kreativität. Das sind aber Kerneigenschaften guter Softwareentwickler.
Ich sehe auch noch eine Weiterentwicklung dieser Spirale. KI sorgt dafür, dass schlechter Code als salonfähig/produktionsreif betrachtet wird. Das enttäuscht das Management und im Umkehrschluss wird wieder kräftig Stangenware bei Microsoft gekauft.
In jedem Fall haben wir es hier mit drohendem Kompetenzverlust zu tun, weil das Management (und im übrigen die meisten anderen) nicht begriffen hat, was diese Technologie eigentlich tut.
Dies. Und das ist ein Problem für uns alle. Am Bereich des Journalismus, aber auch an der steten Verschlechterung von Arbeitsbedingungen in der IT, kann man deutlich sehen, wohin das führt.