Gestern im EU Parlament beschlossen: Im Supermarkt dürfen künftig bestimmte genveränderte Lebensmittel ohne Kennzeichnung im Regal stehen. In rund zwei Jahren sollen die Regeln gelten. Außerdem wird es im Zuge der Zulassung der “Neuen GenTechnik” (NGT) auch viel einfacher möglich sein, Pflanzen und Gene zu patentieren. Selbst Gene aus alten Kulturpflanzensorten können - als angebliche Erfindungen - zukünftig patentiert werden. Das Ergebnis ist ein Sieg auf ganzer Linie für mächtige Agrarkonzerne wie Bayer-Monsanto, Corteva und Co., die sich in Zukunft die Patentanwälte und Rechtsabteilungen für die absehbaren Konflikte mit kleineren Züchtern und Bauern leisten können. Die Verlierer sind Mittelstand, Verbraucher*innen und die gentechnikfreie Landwirtschaft, wie etwa der Bio-Landbau. Der Vorschlag wurde von EVP (CDU/CSU), Liberalen (FDP) und extremrechten Parteien im EU Parlament ohne durch Sozialdemokraten, Grüne und Linke gewünschte Änderungen durchgewunken. Der Kapitalismus expandiert mit dieser Regelung auch in der EU in den Bauplan allen Lebens hinein: ins Genom.

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    4 hours ago

    Schäden an der Umwelt sind in diesem Fall Probleme für die Kundschaft der Saatguthersteller. Denn das beschädigt ihr Kapital, ihre Felder. ich denke nicht, dass das regelmäßig aktiv herbeigeführt oder billigend in Kauf genommen wird.

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        4 hours ago

        klar. Zu den Landmaschinenhersteller wie John Deere gab es auch genug Unkenrufe. Patente noch und nöcher. Versuche von denen die selbstständige Reparatur zu unterbinden. Mit dem Ergebnis, dass sich die Landwirte jetzt andere, deutlich simplere Maschinen mit weniger Features kaufen, die sie wieder selbst reparieren können, weil ihm das Ganze zu dumm ist. Klar, der John Deere hat wahrscheinlich tolleren Ertrag, mehr Features, aber am Ende sind die Landwirte auch Geschäftsleute, die nicht beliebigen Unsinn mitmachen.