Die 100 Milliarden für die Bundeswehr hätten an die Ukraine gehen sollen, da hätten sie mehr bewirkt und Russland ist eh unsere einzige aktive militärische Bedrohung hier in Europa.
Und was das “Die Heimwirtschaft Ankurbeln” Argument angeht man hätte ja vorschreiben können das damit für einen gewissen Prozentsatz bei deutschen Rüstungsfirmen eingekauft werden muss.
Es ist die gleiche bzw. ähnliche Logik wie die, die die Situation herbeigeführt hat. Damals hieß es halt “Wandel durch Handel”. Aber die Idee ist dieselbe: durch Investitionen an anderer Stelle kann ich mir meine Verteidigung sparen.
Ich bin auch für Ukraine-Hilfen, aber sie kann keine eigene glaubhafte Verteidigung dauerhaft ersetzen.
Das ist ein valides Argument, Wandel mit Handel kann aus meiner Sicht zwar klappen siehe die EU, Länder die noch nie so lange Frieden untereinander hatten, jedoch sollte man für den Fall das es nicht klappt abgesichert sein.
Aber auch dann hat die Bundeswehr strukturelle Probleme die zuerst zu lösen sind und die nicht einfach mit Geld draufwerfen weggehen. Die glaubhafte Verteidigung sollte langfristig und unabhängig von aktuellen Konflikt aufgebaut werden.
Es werden ja auch ein paar grundlegende Probleme mit dem Sondervermögen angegangen, beispielsweise wird für 9,5 Milliarden € die F-35 als Ersatz für die alten Tornados für die nukleare Teilhabe angeschafft. Glücklich bin ich mit der eigentlich nicht, aber im Moment gibt es wohl keine verfügbare Alternative (was auch an den Anforderungen der USA liegt). In FCAS und MGCS wird auch etwas investiert, ebenso in beispielsweise neue Korvetten, Fregatten, U-Boote, Transportflugzeuge, Transporthubschrauber, Marinefernaufklärer (alles afaik) etc. Das sind alles Kapazitäten, bei denen die Ukraine nicht weiterhelfen könnte.
Trotzdem sollte man sehen, dass die Ukraine bekommt was sie benötigt, im Zweifel wohl besser eher als die Bundeswehr. Aber der Krieg verändert einiges und wichtig wäre, dass Lektionen auch in der Nato gelernt werden. Wenn man dabei bleibt lieber hochwertige und sehr teure Systeme anzuschaffen und die Verteidigung gegen billige Drohnen vernachlässigt, dann wird das Vermögen vielleicht nicht zu der erhofften Abschreckung beitragen können.
Change my Mind:
Die 100 Milliarden für die Bundeswehr hätten an die Ukraine gehen sollen, da hätten sie mehr bewirkt und Russland ist eh unsere einzige aktive militärische Bedrohung hier in Europa.
Und was das “Die Heimwirtschaft Ankurbeln” Argument angeht man hätte ja vorschreiben können das damit für einen gewissen Prozentsatz bei deutschen Rüstungsfirmen eingekauft werden muss.
Bundeswehr modernisieren ist schon richtig. Aber im Prinzip hast du Recht, wir hätten sofort mehr Material an die Ukraine liefern sollen.
Ich vermute, das ist immernoch so, aber heute sind die Lieferungen nicht mehr so transparent.
Polen hat es im Prinzip so gemacht. Sofort große Mengen an Bestand in die Ukraine geliefert und neues Material bestellt.
Es ist die gleiche bzw. ähnliche Logik wie die, die die Situation herbeigeführt hat. Damals hieß es halt “Wandel durch Handel”. Aber die Idee ist dieselbe: durch Investitionen an anderer Stelle kann ich mir meine Verteidigung sparen.
Ich bin auch für Ukraine-Hilfen, aber sie kann keine eigene glaubhafte Verteidigung dauerhaft ersetzen.
Das ist ein valides Argument, Wandel mit Handel kann aus meiner Sicht zwar klappen siehe die EU, Länder die noch nie so lange Frieden untereinander hatten, jedoch sollte man für den Fall das es nicht klappt abgesichert sein.
Aber auch dann hat die Bundeswehr strukturelle Probleme die zuerst zu lösen sind und die nicht einfach mit Geld draufwerfen weggehen. Die glaubhafte Verteidigung sollte langfristig und unabhängig von aktuellen Konflikt aufgebaut werden.
Es werden ja auch ein paar grundlegende Probleme mit dem Sondervermögen angegangen, beispielsweise wird für 9,5 Milliarden € die F-35 als Ersatz für die alten Tornados für die nukleare Teilhabe angeschafft. Glücklich bin ich mit der eigentlich nicht, aber im Moment gibt es wohl keine verfügbare Alternative (was auch an den Anforderungen der USA liegt). In FCAS und MGCS wird auch etwas investiert, ebenso in beispielsweise neue Korvetten, Fregatten, U-Boote, Transportflugzeuge, Transporthubschrauber, Marinefernaufklärer (alles afaik) etc. Das sind alles Kapazitäten, bei denen die Ukraine nicht weiterhelfen könnte.
Trotzdem sollte man sehen, dass die Ukraine bekommt was sie benötigt, im Zweifel wohl besser eher als die Bundeswehr. Aber der Krieg verändert einiges und wichtig wäre, dass Lektionen auch in der Nato gelernt werden. Wenn man dabei bleibt lieber hochwertige und sehr teure Systeme anzuschaffen und die Verteidigung gegen billige Drohnen vernachlässigt, dann wird das Vermögen vielleicht nicht zu der erhofften Abschreckung beitragen können.