Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, wo ich schon als Kind (Mädchen) Mitglied im Schützenverein werden konnte. Ich war sogar mal Schülerkönigin (Luftgewehr)… Der einzige Kampf zur Gleichberechtigung, den ich miterlebt habe, ging um ein bestimmtes Königsschießen, bei dem nur Männer mitmachen durften. Da sind seit Jahren nun auch Frauen erlaubt. Mir war nicht bewusst, wie es in anderen Vereinen teilweise noch läuft (auch in den befreundeten Vereinen waren Frauen relativ gleichberechtigt dabei). Das ist wirklich schockierend.
Ich war als Kind und Jugendlicher auch Mitglied im Schützenverein, sogar ganz grob in der Region, um die es im Artikel geht. War fast wie jeder andere Sportverein auch, mit Damen-, Herren- und Jugendmannschaften. Beim Königsschießen gabs vier Adler, jeweils einen für die Damen, Herren, Jugend und die Kinder. Es gab ja vor dem Wechsel zu den Erwachsenenmanmschaften gar keine Geschlechtertrennung.
Solche Diskussionen, ob Frauen und Mädchen Mitglieder sein, beim Umzug mitmarschieren oder auf einen Adler schießen dürfen, gab es gar nicht.
Nicht, dass es nicht sexistische Strukturen oder Rollenmuster gab, ich meine, wir reden immer noch über Dorfleben und Traditionen, aber einen Kampf, Mitglied werden, schießen und marschieren zu dürfen hätte bei uns niemand führen müssen.Kann mir wer erklären was zum Fick “auf einen Adler schießen” bedeuten soll? XD
Tut mir leid, nur für Insider (/s)
Es ist eine Zielscheibe, ein hölzerner Reichsadler, der so konstruiert ist, dass man nach und nach die Beine, Flügel, Hals mit Kopf und die Rumpfhälften abschießen kann.
Der Adler wird in Wettkampfdistanz aufgehängt, man schießt reihum auf das angezeigte Körperteil, und der*die Schütz*in, deren Schuss dafür sorgt, dass das Teil abfällt, bekommt eine Nadel, die in einer Zeremonie an die Tracht geheftet wird. Bei uns war es so, dass der Abschuss des linken Rumpfs die Vize- und des rechten Rumpfs die König*innenwürde bedeutet.
Ich finde es spannend, wenn man diesen Artikel neben die ganzen FLINTA-Debatten legt. Und da werden dann Safe Spaces eingerichtet, in die keine Cis-Männer dürfen und vehement gegen Kritik verteidigt. Gleichzeitig wird hier jetzt auf der anderen Seite eine Institution per Bürgerinitiative angegriffen, die nur Männer aufnimmt. Ja, ich weiß, dass das ein völlig anders gelagerter Fall ist und dass das Thema FLINTA in dem Dorf höchstwahrscheinlich keiner kennt, aber trotzdem: Ich kann mir keinen Artikel vorstellen, in dem so wohlwollend über eine Initiative von Männern berichtet wird, die in einen FLINTA-Verein aufgenommen werden wollen.
Schau dir mal Studentenverbindungen an. Die sind immernoch größtenteils geschlechtergetrennt.
Ansonsten muss ich auch sagen, dass ich keinen Bedarf an so einem Safe Space habe. Ich fühle mich eigentlich überall in meinem Leben sicher genug aufgrund meines Geschlechts; anders als viele meiner weiblichen Mitmenschen.
Was Männer eher brauchen, sind safe spaces um über Gefühle zu sprechen. Selbst die meisten engeren Männerfreundschaften bieten das nicht wegen erlernter gesellschaftlicher Hemmnisse
Herzlichen Glückwunsch, das ist offiziell der dümmste Take, den ich heute lesen durfte. Und ich hatte Friedrich Schmerz im Nachrichtenfeed
Weil Jens sein Akronym nicht erklären wollte und ich es nich kannte:
FLINTA* ist ein Akronym aus der queeren und feministischen Bewegung. Es steht für Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nicht-binäre, Trans- und Agender-Personen.
Sollten Trans Männer von FLINTA-Veranstaltungen ausgeschlossen werden, weil sie Männer sind, oder teilnehmen, weil sie Trans sind?
Männer werden nicht diskriminiert und fast nie zuhause geschlagen, vergewaltigt oder ermordet.
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Nur als Mann wenn man sich mit sowas überhaupt nicht beschäftigt hat, ist die Einstellung “FLINTA ja, traditionelle Orte mit Ausschluss von FLINTA nein” “interessant”.
Das ist halt wichtig, und ich kann mir das sehr gut vorstellen, auch weil ich als Mann selber nie Bock auf männerdominierte Orte wie Fußballspiele oder Kneipen bock hatte.
*(Mittel-)Alte wohlhabende Männer
Männer werden nicht diskriminiert und fast nie zuhause geschlagen, vergewaltigt oder ermordet.
Also geht es um Rache oder wie genau?
Was hat das Auszusagen ob es okay ist jemanden auszuschließen?
Ich bezweifle, dass das eine good faith question ist, aber: nein, es geht nicht um Rache. Es geht darum Safe Spaces zu schaffen, in denen sich FLINTAs ausleben können, ohne, dass Männer Zugriff auf den Space haben und ohne, dass FLINTAs Sorge haben müssen, dass ihnen etwas in den Drink gemischt wird oder sie anderweitig von Männern belästigt werden.








