Ist die Bundesregierung so schlecht wie ihr Ruf? Wir haben langjährige Fachkräfte in Bundesministerien dazu befragt – anonym, damit sie frei antworten können
Na, das ist nicht ausgewogen. Es werden sich drei Ministerien rausgepickt, wo es nicht gut läuft. Was ist mit denen, bei denen es gut läuft? Dann werden ein, zwei „Insider“ zu Wort gelassen. Sind die gerade nur angepisst auf der ihre Chefs oder ist es ein Problem im Ministerium? Wenn letzteres, dann müsste man da mal tiefer nachschauen mit mehr Quellen. So ist es ein oberflächliches, anekdotisches, extrema-pickendes Artikelchen, dass die Emotionsebene bedient und scheinbar sachlich daher kommt.
Es handelt sich um protokollierte Berichte von drei Fachangestellten. Es gibt nichtmal eine redaktionelle Konklusion - wie sollen Gesprächsprotokolle in diesem Format deiner Meinung nach nicht-anekdotisch wiedergegeben werden?
Die Auswahl ist für mich schlüssig, es geht darum, dass die jetzige Regierung damit geprotzt hat, die Entscheidungen der bösen Grünen zurückzudrehen und bessere zu treffen. Das war in den drei benannten Ministerien der Fall, da alle drei Häuser unter der Ampel zuletzt (im Fall von Bildung nach Austritt der FDP kommissarisch) von den Grünen geführt waren.
Wenn man wie die CxU im Wahlkampf so den Hafen aufreißt, dass man alles besser kann und harte Populismussschiene fährt, darf man sich daran gern mal ein Jahr später messen lassen und genau das passiert hier eben durch Insider.
Das ist auch alles richtig. Mich stört die Art und Weise. Und vor allem: von der TAZ. Die ja sonst immer gerne den Moralapostel spielt. Und daran muss sie sich auch messen lassen - um bei deinem letzten Satz zu bleiben.
Ich finde sowas halt widerlich. Ob‘s von der Bild ist oder von der TAZ. Von den Bösen oder den Guten. Bleibt für mich schlechter Stil.
Also wenn es inhaltlich soweit richtig ist, dann geht es dir vermutlich darum, dass die taz das nicht bringen darf, weil sie sich ja bekanntlich dem anderen Spektrum jenseits der Union und den rechten Parteien positioniert. Ich finde hingegen, das ist hier unerheblich, solange es inhaltlich faktisch bleibt bzw. solange wie in diesem Fall qualifizierte Meinungen klar gekennzeichnet und unverfälscht wiedergegeben werden. Das ist doch wohl nochmal Äonen von dem weg, was die Springermedien tun, würdest du mir da nicht zustimmen?
Na, das ist nicht ausgewogen. Es werden sich drei Ministerien rausgepickt, wo es nicht gut läuft. Was ist mit denen, bei denen es gut läuft? Dann werden ein, zwei „Insider“ zu Wort gelassen. Sind die gerade nur angepisst auf der ihre Chefs oder ist es ein Problem im Ministerium? Wenn letzteres, dann müsste man da mal tiefer nachschauen mit mehr Quellen. So ist es ein oberflächliches, anekdotisches, extrema-pickendes Artikelchen, dass die Emotionsebene bedient und scheinbar sachlich daher kommt.
Es handelt sich um protokollierte Berichte von drei Fachangestellten. Es gibt nichtmal eine redaktionelle Konklusion - wie sollen Gesprächsprotokolle in diesem Format deiner Meinung nach nicht-anekdotisch wiedergegeben werden?
Die Auswahl ist für mich schlüssig, es geht darum, dass die jetzige Regierung damit geprotzt hat, die Entscheidungen der bösen Grünen zurückzudrehen und bessere zu treffen. Das war in den drei benannten Ministerien der Fall, da alle drei Häuser unter der Ampel zuletzt (im Fall von Bildung nach Austritt der FDP kommissarisch) von den Grünen geführt waren.
Wenn man wie die CxU im Wahlkampf so den Hafen aufreißt, dass man alles besser kann und harte Populismussschiene fährt, darf man sich daran gern mal ein Jahr später messen lassen und genau das passiert hier eben durch Insider.
Das ist auch alles richtig. Mich stört die Art und Weise. Und vor allem: von der TAZ. Die ja sonst immer gerne den Moralapostel spielt. Und daran muss sie sich auch messen lassen - um bei deinem letzten Satz zu bleiben.
Ich finde sowas halt widerlich. Ob‘s von der Bild ist oder von der TAZ. Von den Bösen oder den Guten. Bleibt für mich schlechter Stil.
Also wenn es inhaltlich soweit richtig ist, dann geht es dir vermutlich darum, dass die taz das nicht bringen darf, weil sie sich ja bekanntlich dem anderen Spektrum jenseits der Union und den rechten Parteien positioniert. Ich finde hingegen, das ist hier unerheblich, solange es inhaltlich faktisch bleibt bzw. solange wie in diesem Fall qualifizierte Meinungen klar gekennzeichnet und unverfälscht wiedergegeben werden. Das ist doch wohl nochmal Äonen von dem weg, was die Springermedien tun, würdest du mir da nicht zustimmen?