Etwa 12 bis 20 Prozent der mit dem Deutschlandabo gemachten Fahrten wären demnach ohne das Ticket mit dem Auto zurückgelegt worden, haben die Institute ermittelt. Das entspricht etwa 2,5 Millionen Tonnen CO₂ beziehungsweise drei Prozent der durch den privaten Pkw-Verkehr entstandenen Gesamtemissionen in jenem Jahr, die auf diese Weise eingespart worden seien.
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Dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen zufolge gab es Anfang dieses Jahres rund 14,6 Millionen Abonnentinenn und Abonnenten. Dem Zwischenbericht zufolge nutzt rund jeder fünfte Einwohner in Deutschland das Deutschlandticket. Das waren demnach knapp eine Million mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Um spürbarer zur Verkehrsverlagerung beizutragen, sind aus Sicht des Verbands aber rund 20 Millionen Nutzerinnen und Nutzer nötig.
„Das Deutschlandticket verbessert die Mobilität verschiedenerNutzergruppen, vor allem für Menschen mit geringerem Einkommen“, heißt es in dem Zwischenbericht.



Ich glaube, dass gerade das Deutschlandticket gut dazu geeignet wäre, das bestehende Henne-Ei-Problem Alle fahren Auto, weil kein Bus kommt; es kommt kein Bus, weil alle Auto fahren zu lösen. Die Einnahmen werden ja im Gegensatz zu Verbundtickets deutschlandweit verteilt. Es wäre also gut denkbar, dass die Tickets der Städter am Ende ländliche Regionen subventionieren und dadurch im ganzen Land eine bessere Versorgung gewährleistet wird.
Das bedingt natürlich einen entsprechenden Verteilungsschlüssel und politischen Willen. An letzterem mangelt es momentan leider besonders, aber vielleicht bekommen wir ja irgendwann mal wieder eine Regierung, die lieber öffentliche Verkehrsmittel als Autos fördert. Und dann ist mit dem Deutschlandticket schon mal eine gute Grundlage vorhanden.