Aktivisten haben am Freitagmorgen die Einfahrt der Rheinmetall-Fabrik in Berlin-Gesundbrunnen blockiert. Wie die Berliner Polizei dem rbb bestätigte, hatten sich insgesamt sieben Personen vor der Einfahrt zum Betriebsgelände auf dem Boden festgeklebt. Auf Transparenten und in Sprechchören demonstrierten sie unter anderem gegen deutsche Waffenexporte.

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    3 hours ago

    So zynisch es klingt, Exporte sind oft schlicht notwendig um Skaleneffekte zu erreichen und man sich modernste Technik überhaupt leisten zu können. Die USA habe nicht nur so ein Leistungsfähiges militär weil sie dafür ausgeben, sondern auch weil andere so viel dafür ausgeben. Wie viele Staaten habe F35 gekauft? Der Abrams wird nicht nur von den USA genutzt. Im Zweifel hat man dann die Möglichkeit die Produktionskapazität der anderen in Lizenz fertigenden Hersteller zu nutzen.

    Konkretes Rheinmetall Beispiel für Skaleneffekte: die RH120 steckt in gefühlt jedem Panzer der westlichen Welt (USA, Deutschland, Italien, Japan, Schweden, Südkorea, mit dem Challanger 3 auch bald in Großbritannien. Und das waren nur Länder die eigene Panzer bauen. Der Leo2 wurde in noch deutlich mehr Länder exportiert.)

    Und kleine Funfact: im Falklandkrieg hatten die Briten (berichtigt) riesen Schiss vor den Exocet Antischiffsraketen der Argentinier. Verkauft hatten die ihnen die Franzosen kurz davor.

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      3 hours ago

      Ah verstehe, wir müssen Tötungsgerät exportieren für die Wirtschaftlichkeit. Sorry, das sorgt nicht dafür, dass ich mich besser damit fühle.

      • sobanto@feddit.org
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        16 minutes ago

        Nein, nicht für die wirtschaftlichkeit. Um überhaupt die Finanzmittel zu haben um eigenes Material zu haben dass auch qualitativ an der Weltspitze mitspielen kann. Klar kann man auch ein Challanger 2 bauen wie die Briten, die Upgrades um die modern zu halten kostet dann halt den britischen Steuerzahler ein vielfaches wie die zahlreichen Modernisierungen des Leopard 2. Oder man kauft halt alles, zahlt mehr, hat Abhängigkeiten und guckt in die Röhre wenn die Orange nichts mehr verkauft. Alternativ kann man natürlich auch das alte Material weiter nutzen bis es auseinander fällt, dafür zahlen dann halt im zweifel die Soldaten mit einer geringeren Überlebenswahrscheinlichkeit.

        Im Endeffekt zahlten z. B. die Ungarn, Niederländer oder Kataris die Entwicklungskosten der neueren Versionen mit, so wie wir deutschen das bei der F35 gemacht haben/machen.