Zunehmender Onlinehandel, dümpelnde Konsumlaune: Der Einzelhandel in Deutschland schrumpft. In diesem Jahr dürfte die Zahl der Läden laut einer Schätzung erstmals seit Jahrzehnten auf unter 300.000 fallen. Die Branche sieht die Politik in der Pflicht.
Mit mehr Arbeit wird das alles wieder in Ordnung kommen.
VG euer Fotzenfritz
Ich bemerke das hier auch am eigenen Leib - in der Rostocker Innenstadt (ich wohne wirklich punktgenau im Zentrum) schließen immer mehr kleine Geschäfte, zuletzt ein Juwelier und ein Bekleidungsgeschäft (Jack Wolfskin). Das ist schon irgendwie surreal, wir sind die größte Stadt in MV und man blickt wenn man an der Hauptverkehrsstraße entlang geht, allerorts in leere Gebäude mit großen Fenstern.
Manchmal kommen kurzzeitig neue Läden dort rein, das sind oft so Fast Food-Startups - Ketten, die frisch hochgezogen werden, kurzzeitig stark boomen und sobald die Investorengelder ausgehen, an Qualität nachlassen und wieder dichtmachen.
Auch Vermietergier spielt da garantiert mit rein - als die Burger King-Filliale in der Innenstadt schließen musste, war wohl der Zensor kurz pinkeln und der Fillialleiter hat offen gesagt, dass die Miete für den Standort einfach zu hoch war, am Gebäude jahrzehntelang nichts gemacht wurde und er das unverschämt findet. War schön das so mal zu lesen, größere Ketten sagen ja selten etwas zu den wirklichen Gründen und verpacken das hinter Unternehmenssprache.