Die Klimakrise ist real - doch die grüne Transformation stößt auf wachsenden Widerstand. Soziologe Philipp Staab erklärt im Interview, warum viele Menschen Klimaschutzmaßnahmen nicht als Fortschritt, sondern als Bedrohung empfinden, weshalb selbst Profiteure der Energiewende kaum Enthusiasmus zeigen - und wie die AfD den kollektiven Frust geschickt für sich nutzt. Sein Befund: Die Gesellschaft steckt in einer tiefen Identitätskrise, in der Angst die Hoffnung verdrängt hat.

  • DGen@piefed.zip
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    10
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    13 hours ago

    Das ist der fundamentale Knackpunkt. Klimaschutz… wer es sich leisten kann.

    Die Öl-Lobby hat sehr erfolgreich das Klimaproblem auf Einzelpersonen verschoben (CO2-Fußabdruck). Natürlich führt das insgesamt zu einer Überforderung. Wie soll man das stoppen?

    Hinzu kommt …viele die Sau viel Geld haben, scheißen drauf - die können sich aber auch einen Schutz leisten, wenn’s richtig beschissen wird. Das hat auch eine gewisse Signalwirkung.

    Am Ende hängt es wieder mal am Kapitalismus und der Verteilung von unten nach oben.

    • A_norny_mousse@piefed.zip
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      ·
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      13 hours ago

      Die Öl-Lobby hat sehr erfolgreich das Klimaproblem auf Einzelpersonen verschoben

      Genau dies. Das hat sich im Laufe der Jahrzehnte richtig in unsere kollektiven Gemüter eingebrannt. Während Ölfirmen auch noch PR-Gummipunkte bekommen weil sie “Grüne Technologien unterstützen”.

      • DGen@piefed.zip
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        12 hours ago

        Während Ölfirmen auch noch PR-Gummipunkte bekommen weil sie “Grüne Technologien unterstützen”

        Das treibt mit regelrecht Schaum vor den Mund. Es gibt kaum etwas heuchlerisches. Genau der gleiche Unfug wie E-Fuels.