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Cake day: October 12th, 2024

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  • sage ich meinem alten Arbeitgeber dann trotzdem nichts, bis mein neuer Vertrag unterschrieben ist?

    AUF JEDEN FALL. Bis der neue Vertrag von beiden Seiten unterschrieben bei dir liegt, sagst du niemandem, auch keinem Kollegen auch nur einen Pieps.

    Kümmert sich der neue Arbeitgeber um den Papierkram mit dem alten?

    Nein, du kündigst beim alten Arbeitgeber nachdem du beim neuen unterschrieben hast. Kündigungsfristen beachten. https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html wenn nix anderen vereinbart ist. Der alte AG muss dich überall abmelden, der neue meldet dich an, alles nicht dein Bier, achte nur drauf, dass das auch passiert.

    und ich möchte nicht extra Mitglied werden, nur um das zu tun

    Tja. Ist leider kein Wunschkonzert da draußen.

    Bis zum Ende des Vorstellungsgesprächs damit zu warten, erscheint mir wie Zeitverschwendung.

    Das kommt sehr drauf an wie dringend die dich haben wollen. Bei meiner aktuellen Stelle hab ich in einem lockeren Gespräch vorab gesagt, ja, ich könne mir den Wechsel vorstellen, aber dann müsste ich mindestens x€ im Jahr haben, sonst lohnt sich das nicht. x€-5k€ war mein Ausgleich für mehr Arbeit vor Ort, mehr Zeit und 5k€ für mich als Entschädigung wegen des Aufwands und der leichten Unsicherheit. Dann dauerte das ein paar Tage, dann klingelte das Telefon: Ob ich mal auf nen Kaffee vorbeikommen wollte. Wenn dein Beruf eher überlaufen ist oder du nicht mit irgendwas unglaublich herausstichst, dann geht das so vielleicht eher nicht, dann schnupperst du im Gespräch an der Stelle herum, tust mal auf jeden Fall so, als hättest du da grundsätzlich leichtes Interesse dran und fragst dann, was die sich vorgestellt haben. Das wird weniger sein als du denkst, dann sagst halt “Ja, hmhm, nee, also, rein damit ich nix drauflege muss ich…” An der Stelle findet deine größte Gehaltserhöhung der letzten und der nächsten Jahre statt, nicht zu bescheiden sein. Wenns sich gar nicht bewegt, aber du Stellschrauben hast, die du inhaltlich optimieren kannst, dann kannst du Fahrzeiten, Bereitschaftszeiten usw. für Pauschalen verkaufen, musste dir halt sicher sein, dass du dich dabei nicht zu deinen Ungunsten verrechnest.

    Sieh zu, dass du deine Fahrtkosten pro km Entfernung, Zeit für Hundebetreuung usw. immer grob im Hinterkopf parat hast. Du willst bei einer neuen Stelle die länger dauert oder weiter weg ist ja nix drauflegen. Rechne dir vorab Firmenwagen durch, falls das relevant sein könnte, damit du schnell einschätzen kannst, wie der ein Angebot verbessert. Immer gut, wenn man sowas im Gespräch schnell einschätzen kann.

    können für dich bürgen

    Würde ich nie, NIE machen für jemanden. Wen der/die/das dort dann verkackt, hängt mir das immer nach. Never, ever.

    Wen interessiert das schon?

    Kommt drauf an: Ist in deinem Job der krisenfeste, stets flexible jack-of-all-trades ein Vorteil? Denn rein damit. Ansonsten vielleicht lieber bisschen bügeln und Lücken kitten. Oder erkennt man eine Entwicklung von “erstmal irgendwie klarkommen” zu “bildet sich systematisch fort, hat eine Richtung gefunden, wächst kontinuierlich in der Richtung”? Das kann auch gut sein.



  • Naja. Bis auf Beamte und Soldaten kann sich ja jeder aussuchen, wo er wohnen will, nech.

    Ich vermisse an der Stadt die kurzen Wege, das kulturelle Angebot, die Einfachheit des in-den-Tag-hineinlebens weil ja alles irgendwie maximal 30 Minuten entfernt war und der von der Straße getrennte Radweg wortwörtlich vor der Tür lag. Scheiße, kein Schmand mehr fürs Kochen da, naja, der große Kühlschrank um die Ecke hat ja bis 22:00 offen.

    Ich vermisse überhaupt nicht das stete Leben auf Zehenspitzen, weil andere Leute im Haus wohnen, die aufgebrochenen Kellerabteile, die geklauten (teuren) Fahrräder, die Hitze im Sommer, das Ausgeliefertsein gegenüber dem Heizungsdienstleister, der Mangel an authentisch einsamen Orten und die absolute Anonymität.

    Ich bin glücklich, da wo ich jetzt bin. Ich hab halt keine Lust mir die ganze Zeit erzählen zu lassen, wir müssten idealerweise alle in diesen riesigen Freiluftställen leben und das Land dazwischen sollte am Besten menschenleer sein.