Während die CDU auf Entlastungen für Unternehmen drängt, sieht die Linke die Gefahr einer zunehmenden Belastung der Beschäftigten. Heidi Reichinnek, Linken-Fraktionschefin im Bundestag, unterstellt jetzt der Union, mit falschen Fakten zu argumentieren. Denn laut einer Auswertung, die das Statistische Bundesamt im Auftrag von Reichinneks Büro durchführte, sind die Lohnnebenkosten der Unternehmen in den letzten Jahren sogar gesunken – während die Belastungen für Arbeitnehmer größer wurden.
Reichinnek hat aus diesem Grund die Klagen der CDU über zu hohe Sozialabgaben für Arbeitgeber als unbegründet zurückgewiesen. „Ihr andauerndes Stöhnen über eine angeblich zu hohe Beitragslast ist die reinste Farce und entbehrt jeder Grundlage“, kritisiert Reichinnek die Äußerungen von CDU-Politikern und Unternehmern.
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Gegenbeispiel aus eigener Erfahrung ist das Elterngeld. Normalerweise ist es angelegt darauf, 70% des regulären Einkommens zu decken. Für mich lag es eher so bei 40%. Ich habe trotzdem 7 Monate Elternzeit gemacht. Aber finanziell war das schon bitter, hat mich knappe 20k€ netto Gehaltsausfall gekostet. Und das ist auch irgendwie ein absolut falscher Anreiz gegen Elternzeit. Wäre ich Alleinverdiener hätte ich mir Elternzeit halt einfach nicht leisten können oder wir hätten in eine kleinere Wohnung umziehen müssen. Und für jeden Alleinerziehenden ist das ja halt nunmal oft ganz direkt die Realität. Wenn wir bei den Sozialleistungen so einen Deckel haben wollen, dann sollten Beiträge halt fairerweise auch gedeckelt werden.