

@Micromot Wenn du arabisch gelernt hast oder im Alltag sprichst, dann ist es sicherlich was anderes. Ich find die Arabisch-Verbote auf Berliner Demos Anfang letztes Jahr dürfen nicht wieder kommen.
Aber gerade für Leute die im Alltag nicht arabisch sprechen ist das im Kontext einer Palästinademo eine ganz bestimmte Bezugnahme eben auf diese Intifadas mit ihren Gewalttaten.
Z.B. würde ich das beim Wort Revolution anders sehen, weil der letzte revolutionäre Herrschaftswechsel in Deutschland 1989 friedlich abgelaufen ist (und wir kaum lebende Zeitzeugen der Revolution von 1918 haben).
" Es gab nun einmal im Neuköllner Verband immer wieder antisemitische Vorfälle. Etwa der Spruch »Yallah, yallah Intifada«. Sicherlich kann der Begriff Intifada als Referenz auf die erste Intifada gesehen werden. Als Aufstand gegen die illegale Besatzung. Aber das Wort »Intifada« lässt sich heute nicht mehr von der zweiten Intifada trennen, in der die Hamas massive Terrorangriffe gegen israelische Zivilist*innen verübte. Gerade Israelis, die diesen Terror erlebt haben, lesen den Aufruf »Yallah, yallah Intifada« als Aufruf zu Gewalt gegen Jüd*innen. "
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1203074.rot-gruen-rot-linke-berlin-einigungspapier-scheint-die-diskussion-zu-drehen.html