

@baleanar Das hat auch keine_r behauptet 🤷🏻♀️
Vielleicht hast du meinen Kommentar nicht verstanden?
Dein 70 Jahre Take ist allerdings erbärmlich, mit der Begründung könnten wir auch AfD-like die NS-Zeit hinter uns lassen o auf Beschäftigung mit Kolonialismus verzichten, ist ja schon so lange her, da war ich doch noch gar nicht geboren… Merkste selber, dass das kein sinnvolles Argument ist, oder?
Im Gegenteil, Vorurteile, NS-Gesetze etc. wirken fort, sind in gesellschaftlichen Übereinkünften normalisiert u Kolonialismus hat bis heute teils schreckliche Auswirkungen! Mit Antisemitismus, der seit Jhd.ten existiert u eben grade ab Mitte 19. Jhd. sowie später in der Sowjetzeit eigene Ausprägungen entwickelt hat, ist es nicht anders.
Ich empfehle sehr die Lesetipps!
Bin btw Anarch@ und Antinationalist_in, finde Staaten u Nationalismen generell scheiße, muss mir aber für meine Kritik nicht ausgerechnet die jüdische Nationalbewegung und den weltweit einzigen jüdischen Staat rauspicken 😘

@flops Genau das! Oder Nullstaatenlösung 😉 (Props an @breakingthespell).
Einziger Unterschied: ich sehe “Antizionismus” nicht einfach nur als Synonym für “Kritik an Israel”, sondern begreife ihn in seiner historischen u ideologischen Dimension, was über bloße Regierungs- oder auch Staatskritik hinausgeht.
Zudem blendet “Antizionismus” unter Goyim in der Regel die Vielfalt innerjüdischer Debatten u der zionistischen Bewegung aus + verkürzt die Bedeutung auf revisionistische u religiöse zionistische Strömungen (das sind die einzigen mir bekannten, die expansorische Bestrebungen haben).
Und genau daraus wird dann ein Schuh: “Nur wer ausschließlich Israel kritisiert und andere Staaten nicht, der muss sich die Frage natürlich auch gefallen lassen, ob da nicht eine antisemitische Haltung eine Rolle spielt.”
Dem stimme ich voll zu, mutmaße aber, dass selbsternannte goijische “Antizionist_innen” genau das tun - und sich manchmal sogar darüber definieren (spät. dann wird’s richtig schräg).