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    2 hours ago

    Wenn überhaupt, dann bekommen wir sie mit einer Politik, die ihre Situation spürbar verbessert, aus ihrem destruktiven Schneckenhaus raus.

    Das scheint mir der wichtigste Punkt zu sein. Im Normalzustand mag niemand Gewalt, Zerstörung, Aggression oder Streit. (Mal abgesehen von Psychopathen.) Das ändert sich aber, wenn man sich bedroht oder ungerecht behandelt fühlt.

    Solange Mieten steigen, der Sozialstaat abgebaut wird und kein Geld für staatliche Dienstleistungen und Infrastruktur da ist, so lange werden Gefühle der Angst und der Ungerechtigkeit ansteigen. Und so lange wird die AfD an Zuspruch gewinnen, nicht weil sie Lösungen anbietet, sondern weil sie genauso aggressiv ist, wie man es selber gern wäre. Die AfD will den Eliten auf’s Maul hauen, und genau das wollen immer mehr Leute sehen. Ob es ihnen dann tatsächlich besser geht, wird immer zweitrangiger, je wütender sie sind.

    Angst und Unsicherheit sind keine guten Ratgeber, und deswegen ist es so wichtig, dass eine große Mehrheit das Gefühl hat, auch in zehn, zwanzig und dreißig Jahren nicht existenziell bedroht zu werden. Die CDU hat den Plan, so lange die Menschen zum Wohle der Wirtschaft auszubeuten, bis vom Wohlstand der Wirtschaft was auf die Menschen runtertröpfelt und alle gewonnen haben. Wie gut das funktioniert, sehen wir seit den Achtzigern.