Nicht nur die Hitze macht den französischen Atomkraftwerken zu schaffen. Jetzt werden sie auch noch von Meerestieren befallen.

Ein massives Aufkommen von Quallen stellt den französischen Energiekonzern EDF vor Probleme: Das Unternehmen musste drei der sechs Reaktoren seines Atomkraftwerks Gravelines an der Küste des Ärmelkanals abschalten, wie es am Dienstag auf seiner Webseite mitteilte. Die Quallen gerieten demnach in die Meerwasserpumpen des AKW.

Die Reaktoren 2, 3 und 4 mussten abgeschaltet werden, Reaktor 1 wurde auf die halbe Kraft heruntergefahren, wie EDF mitteilte. Reaktor 6 laufe mit voller Kraft, Reaktor 5 sei aktuell wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet. “Diese Situation hat keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlagen, die Sicherheit des Personals oder auf die Umwelt”, teilte EDF weiter mit.

Atomkraftwerke schalten auch wegen der Hitze ab

Gravelines in der Normandie zwischen Calais und Dünkirchen ist das größte Atomkraftwerk Westeuropas.

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Die vielen Quallen an der Küste Nordfrankreichs sind ein regelmäßiges und saisonbedingtes Phänomen. Meldungen über große Schwärme in diesem Gebiet werden aber jeden Sommer häufiger. Weltweit vermehren sich die Quallen, ein Grund dafür ist der Anstieg der Meerestemperaturen durch die globale Erwärmung.

  • HaraldvonBlauzahn@feddit.orgOP
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    12 days ago

    Wissenschaftler und Klimaforscher wie Michael Mann betonen deutlich, dass die Zukunft nach wie vor - noch - offen ist und es davon abhängt, was wir tun. Insbesondere menschliche ökonomische Aktivität ist kaum langfristig vorhersagbar.

    Allerdings wird es einen Punkt geben, wo Feedbackschleifen von der Art wie die Wasserversorgung der Kraftwerke unser kollektives Handlungsvermögen stark reduzieren.

    Und ja, wir erleben den Beginn eines Massensterbens an Arten. Als ich Kind war, war nach einer längeren Autobahnfahrt die Windschutzscheibe voll mit Resten von Insekten.

    • ominous ocelot@leminal.space
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      12 days ago

      Bisher hat die Menschheit noch nicht gezeigt, dass sie ausreichende Maßnahmen gegen die weitere Erwärmung ergreifen wird. Es wird weiter gemacht wie bisher. Und es gibt bedeutend mehr Menschen als je zuvor. Dass wir es schaffen glaube ich, wenn ich sehe, dass ausreichend Maßnahmen ergriffen werden.

      Es ist die letzten Jahre trockener und wärmer. Es wird von Dürre gesprochen, seit mehreren Jahren in Folge. Wärmegewitter am Abend sind eine Seltenheit. Knapp 30°C gegen Mitternacht. Ich kann nicht sagen, was davon auf Klimaveränderung zurück zu führen ist. Wenn es einen Zusammenhang gibt und sich die Symptome weiter intensivieren, dann sehe ich pessimistisch in die Zukunft. Wir brauchen Wasser für den Ackerbau. Mit künstlicher Bewässerung aus Grundwasser-Reservoirs geht es nur weiter, bis sie leer sind.