Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, bekommen seltener Allergien, Heuschnupfen und Asthma als Stadtkinder. Dieser sogenannte Bauernhofeffekt ist höchstwahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass Bakterien aus der Stallluft überschießende Entzündungsreaktionen des Immunsystems verhindern. Ein Forschungsteam aus München hat jetzt herausgefunden, welche Stoffe der Bakterien für den Bauernhofeffekt sorgen und an welchen Rezeptoren im Körper diese Stoffe andocken.
Martin Gramlich im Gespräch mit Professor Markus Ege, LMU Klinikum München
Sehr interessant, auch wenn die Schlussfolgerung am Ende irgendwie traurig ist: Ziel ist das Erstellen eines Medikamentes, anstatt Kinder nicht in sterilen Welten aufwachsen zu lassen. Medikamente sind sicherlich hilfreich und nützlich, da wo sie notwendig sind. Aber eine gesündere Welt zu erschaffen ist doch auch ein lohnenswertes Ziel, damit möglichst Wenige überhaupt das Medikament benötigen.
Wie im Artikel beschrieben geht es um einzelne Bakterienspezies, die im Darm von Kühen vorkommen. Wie willst du denn erreichen, dass Kinder in Deutschland künftig flächendeckend regelmäßig auf irgendwelchem Viehhöfen unterwegs sind? Diese Stoffwechselprodukte zu isolieren und künftig als Prophylaxe zu nutzen, oder etwa den Mechanismus dahinter weiter erforschen um bessere Prophylaxemittel, die günstiger und praktischer sind, zu erforschen, ist die logische Konsequenz.
Geht halt darum, dass alle Zugang zu den Bakterien bzw. dem Effekt haben. Es ist nicht möglich die Kinder zu Haufe aus den Städten ins Land zu befördern um da wochenlang auf den Höfen herumzutollen
Ein paar Wochen wären sicherlich drin, Landschulheime gibts seit Jahrzehnten. Aber kp ob ein paar Wochen überhaupt reichen, und vermutlich muss man da auch recht früh anfangen, was dann gar nicht so leicht ist wie bei Kindern in der 2. oder 3. Klasse.