Patrick Bredow studiert Wirtschaftsinformatik in Berlin. Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung und das Thema Migration ließen ihn politisch nach rechts rücken, sagt der 20-Jährige. Heute ist er AfD-Mitglied. Beim Dating spricht er darüber oft nicht.
“Wenn die schon nur mitbekommen, dass man irgendwie konservativ, rechts oder Christ ist, allein das wird schon abwertend gesehen” Patrick Bredow, Studierender
“Dann wird man direkt geblockt oder geghostet, weil man den falschen Parteien oder Politikern folgt”, meint Bredow.



Ernste Frage: Aber Frauenrechte durch den Islam einschränken zu lassen ist in Ordnung? Denn ich sehe da diesbezüglich sehr wenig Kritik von links am Islam.
Du hast da schon gewissermaßen einen Punkt, dass das, gelinde gesagt, schwierige Frauenbild im Islam (wie auch in so gut wie jeder anderen Religion) nicht eines der Hauptthemen linker, feministischer Debatten ist. Allerdings wird dies auch häufig im linken Diskurs kritisch hinterfragt, z.B.:
https://taz.de/Kritik-an-Islamismus/!5700251/ https://taz.de/Kritische-Theorie-gegen-Islamogauchisme/!6154515/
Du wirst von keiner Feministin hören, dass das so “in Ordnung” ist. So eine Aussage würde ich irgendwo zwischen Strohmann-Argument und Whataboutism verorten. Einer der Gründe, warum sich viele davor hüten, sich auf diese Debatte einzulassen, ist, dass sie oft als Feigenblatt für islamfeindliche Einstellungen missbraucht wird. Und komischerweise eher von Leuten vorgebracht wird, die vom Feminismus ohnehin nicht viel halten.
Edit: “Den Islam” gibt es natürlich nicht, weil er so unterschiedlich gelebt wird. z.B. von feministischen muslimischen Frauen.
Ich stelle mich gegen diese Denkweise, egal von wem es vertreten wird. Politisch gesehen ist das eine rechte Ideologie. Ich habe kein Problem mit Religion, solange es sich um einen persönlichen ausgeübten Glaube handelt. Muslime sind ja auch nicht zwangsläufig Islamisten.