Temperaturen von über 40 Grad führten zu einer spürbaren Belastung der Infrastruktur, erklärte der Konzern am Donnerstag. Hinzu komme das Risiko von Böschungsbränden sowie lokal auftretendem Starkregen und Gewitter mit Sturmböen. Wer seine Reise im Fernverkehr nicht antreten möchte, kann deshalb ab sofort kostenlos sein Ticket stornieren.

„DB bittet alle Reisenden um Verständnis“

Wer bis zum einschließlich 23. Juni ein Ticket für eine Reise bis 30. Juni gebucht hat, kann demnach davon zurücktreten und bekommt sein Geld zurück. „Fahrgäste mit einem digitalen Ticket können dieses online auf bahn.de stornieren“, erklärte die Bahn. „Reisende mit analogen Tickets können sich an ihre DB-Verkaufsstelle vor Ort wenden.“ Es ist das erste mal, dass die DB eine Hitze-Sonderkulanz anbietet - und sie rät allen, die auf ihre Fahrt verzichten können, von der Sonderregelung Gebrauch zu machen. „Zudem bittet die DB alle Reisenden, die in diesen Tagen unterwegs sein müssen, um besondere gegenseitige Rücksichtnahme und um Verständnis gegenüber den Mitarbeitenden der Bahn.“ (afp)

  • Pantherina (he)@feddit.org
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    13 hours ago

    Es ist schon cazy, dass solche Temperaturen in super vielen Ländern ganz normal sind, und hier ist Katastrophe.

    Ich mein, ich leide hart darunter, aber anderen Menschen macht das nix. Scheint echt Gewöhnungssache zu sein, und halt auch Infrastruktur wie funktionierende Klimaanlagen, kulturelle Änderungen wie Siesta etc.

    • HaraldvonBlauzahn@feddit.orgOP
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      12 hours ago

      Es gibt ein Element Gewöhnungssache.

      Aber dann gibt es harte physiologische Grenzen. Wenn die überschritten werden, gibt es ziemlich viele Tote, weil der Organismus nicht mehr kühlen kann. Das ist spätestens wenn die Taupunkttemperatur die Körpertemperatur an der Hautoberfläche übersteigt, siehe Hitzeindex.

      Und dann gibt es bei jeder Katastrophe kulturelle und politische Faktoren. Ein starker Hurrican/ Taifun oder ein Erdbeben sind in den USA oder Venezuela eine grosse Katastrophe, in Taiwan idR nicht. Denn da wird aufgrund von Vorschriften erheblich stabiler gebaut und Katastrophenschutz hat einen ganz anderen Stellenwert.

      Bei grosser Hitze ist es so, dass Häuser in Deutschland/Westeuropa meist nicht dafür gebaut sind. Deswegen war die Hitzewelle 2003 in Frankreich so tödlich.

      Und dann gibt es noch einen Bias in der Wahrnehmung. Wenn in Berlin die Mauer eingerissen wird, nimmt das die ganze Welt zur Kenntnis. Oder die Explosion des Mt. St. Helen im US Bundestaat Washington, bei der 57 Menschen starben.

      Wenn dagegen in Kolumbien der Nevado del Ruiz explodiert und eine ganze Stadt mit 25000 Menschen unter Schlamm begräbt, war das in der deutschen Presse bestenfalls ein Dreizeiler, den niemand richtig zur Kenntnis nimmt.

      Und mit der Gewöhnungssache ist es so ein Ding. Da es keine absoluten kollektiven Normen gibt, gewöhnen sich Gesellschaften an praktisch alles, egal ob gut oder schlecht: Handydaddeln beim Autofahren, Massentierhaltung, Ermorden von Flüchtlingen in Deutschland , Witwenverbrennung in Indien, Sklaverei in den USA, Kielholen von Matrosen die auf der Wache pennen, Abbinden der Füße von Frauen, Kinder die Raubüberfälle begehen, all das kommt vor und wird/wurde in verschiedenen Kulturen hingenommen.