Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hat sich der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), für den legalen Verkauf von Cannabis in Modellprojekten ausgesprochen. Dabei könnten auch die Apotheken zu Verkaufsstätten werden.

  • Ey ich frag doch nur@lemmy.world
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    17 days ago

    Beachtlich für einen CxUler.

    Streeck möchte nicht zurück zur alten Verbotspolitik. Die Tatsache, dass etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Cannabis konsumieren, könne man nicht ignorieren. »Es hilft nichts, ein Gesetz entweder schönzureden oder so zu tun, als könne man die Entwicklung einfach zurückdrehen, ohne die Praxis zu betrachten«, sagte der Drogenbeauftragte zum RND.

    Der Christdemokrat sprach sich sogar für eine gewisse Liberalisierung aus. »Wenn Anbauvereine so kompliziert reguliert sind, dass sie kaum funktionieren, entsteht keine Kontrolle, sondern Ausweichverhalten«, sagte Streeck. »Dann muss man ehrlich über Vereinfachungen sprechen.«

    Der Drogenbeauftragte unterstützte auch die Idee, den legalen Verkauf von Cannabis in Pilotprojekten zu erproben. »Bei möglichen Modellvorhaben wäre ich persönlich offen, aber nur unter sehr strengen Bedingungen«, sagte Streeck zum RND. »Keine Normalisierung, keine kommerzielle Ausweitung, keine Werbung, keine Abgabe an junge Erwachsene.« Als weitere Bedingungen nannte er die Abgabe von sehr begrenzten Mengen von etwa fünf Gramm, eine Abgabe nur an Menschen über 25 und eine enge wissenschaftliche Begleitung.

    Allerdings würde mMn eine Kauf-Obergrenze von 5g wieder zu Ausweichverhalten führen. Wenn ich so einen Shop dann nicht nebenan oder auf meinem täglichen Weg hätte, würde ich mir anders größere Mengen organisieren, weil ich nicht 1-2x pro Woche extra dafür losgehen/einen Umweg machen will.

    Aber insgesamt zusammen mit Eigenanbau trotzdem eine gangbare Lösung. Streeck will ja die Ärzteschaft aus dem großen Markt raus halten, das finde ich prinzipiell auch erstmal vernünftig.

    Ich habe auch das Gefühl, dass Streeck sowieso gerade darauf angesetzt wurde, die Position der CDU nach außen hin aufzuweichen. Der haut ja ab und zu mal sowas raus. Und er würde das nicht öffentlich sagen, wenn Merz das nicht wöllte, sein Job ist Berater und nicht Stressmacher. So kann Merz nämlich bald sagen “naja wenn der Experte das sagt ist das halt so”, ohne auf seine eigenen alten Positionen eingehen zu müssen. Denn mit der SPD hätte er niemals eine Rückabwicklung durchziehen können