• KatherinaReichelt@feddit.orgOP
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    2 hours ago

    Ich finde ja gerade diese Schiedsrichter im Amateurfußball irgendwie bewundernswert, aber gleichzeitig verstehe ich sie nicht. Da machst du dann eine eigene Schiedsrichterausbildung, fährst dann an den Wochenenden und Spieltagen durchaus weite Strecken, um dann dich auf irgendeinem rotzigen Sportplatz in irgendeinem Kaff von vollkommen druffen Typen beleidigen oder angreifen zu lassen. Wirklich Geld bekommt man dafür auch nicht. Das kann man in seiner Freizeit wollen, ich persönlich verstehe es aber nicht.

    • birne@feddit.org
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      1 hour ago

      Hmm, keine Ahnung wie groß da so die regionalen Unterschiede sind, aber solche Berichte verzerren manchmal auch das Bild. In meiner aktiven Fußballzeit hab ich in 20 Jahren kaum ernsthafte Beleidigungen gegenüber Schiedsrichtern mitbekommen (ein kurzes “Spinnst du Schiri?” nach nem Elfmeterpfiff zähle ich jetzt mal nicht als ernsthaft, sowas ist schnell vergessen). An Bedrohungen kann ich mich gar nicht erinnern.

      Woran ich mich aber sehr gut erinnern kann und worüber man nie Berichte liest, sind die vielen positiven Momente mit Schiedsrichtern. Gerade vorm Spiel war da immer ein sehr positiver und gerne lustiger Austausch und nach dem Spiel hat man oft noch ein Bier zusammen getrunken. Man kannte sich irgendwann ja auch, da man sich mehrmals pro Saison gesehen hat und kam meistens gut miteinander klar.

      Von daher finde ich es schade, dass der “Job” des Schiedsrichters immer nur auf die negativen Seiten reduziert wird. Klar gibt es die und man sollte sie nicht ignorieren, aber Schiedsrichtersein ist halt nicht nur Masochismus.