• Señor Mono@feddit.org
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    18 days ago

    Also… mich würde mal interessieren, was von der Headline bleibt, wenn man aufschlüßelt…

    • wie viele kurzzeitig/dauerhaft krank sind und sich deshalb nicht vorrangig kümmern konnten
    • wie viele verzogen sind
    • wie viele im Ausland sind (Antwortzeit war ja nur 1 Monat)
    • wie viele der Brief nicht erhalten haben (Postbote hat schlechten Tag, Postkastenschild ist abgegangen, Brief wurde beim Nachbarn eingeworfen, …)
    • wie viele vielleicht doch verstorben sind
    • waren mit Party machen beschäftigt 🫠 …

    Ich finde 25% dafür, dass es so viele denkbare Gründe gibt, jetzt nicht ungewöhnlich hoch.

    • Obin@feddit.org
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      18 days ago

      wie viele kurzzeitig/dauerhaft krank sind und sich deshalb nicht vorrangig kümmern konnten

      Krank sein und sich nicht kümmern können ist in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit. Du hast dann jemanden zu bezahlen, dass er sich kümmert, oder du hast dich zu kümmern, dass der Staat jemanden bezahlt, der sich kümmert.

      wie viele verzogen sind

      Zu verziehen und dem Staat nicht Bescheid zu sagen ist in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit.

      wie viele im Ausland sind (Antwortzeit war ja nur 1 Monat)

      Im Ausland zu sein und dem Staat nicht Bescheid zu sagen… you get the idea.

      wie viele der Brief nicht erhalten haben

      Die Deutsche Post liefert laut Deutschem Recht zuverlässig und macht keine Fehler, ergo musst du was falsch gemacht haben -> Ordnungswidrigkeit.

      wie viele vielleicht doch verstorben sind

      Ordnungswidrigkeit.

      waren mit Party machen beschäftigt 🫠 …

      Dann mustern sie dich extra hart. Studien belegen, dass harte Trinker ihre Bundeswehrlaufbahn mit weniger schwerwiegenden Hirnschäden beenden als Nichttrinker.

      (bisschen /s, aber nur ganz wenig)

      • trollercoaster@sh.itjust.works
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        18 days ago

        Dann mustern sie dich extra hart.

        In der Vergangenheit, vor der Aussetzung der Wehrpflicht, wurden Leute, die von Anfang an angegeben haben, nicht zur Bundeswehr zu wollen (und sogar schon eine Stelle für den Ersatzdienst hatten), in der Tat gerne sehr ausgiebig und langwierig gemustert. Die Kreiswehrersatzämter waren bevölkert von nutzlosen Sadisten, deren Lebensinhalt es war, anderer Leute Zeit zu verschwenden, und die sichtlich Spaß daran hatten. Ich hoffe ja, dass das inzwischen anders ist, aber so wirklich daran glauben kann ich nicht.

        Quelle: Ich bin alt genug, den Spaß mitgemacht zu haben. Hätte ich damals gewusst, was ich danach wusste, hätte ich mich zur Musterung abholen lassen, einfach nur, um dem schikanösen Pack Aufwand zu machen.

        Dabei bin ich nicht mal gegen eine sinnvoll eingerichtete Dienst- bzw. Wehrpflicht. Verteidigung ist nun mal ein notwendiges Übel und auch im Zivilschutz und anderen gesellschaftlich wichtigen Bereichen braucht es weit mehr Leute, als man mit Bezahlung alleine bekommen kann. Dafür müsste die Pflicht aber zuallererst gerecht sein, was schon mal nicht der Fall ist, wenn die Hälfte der Bevölkerung pauschal davon ausgenommen ist. Und auch nicht, wenn nur ein kleiner Teil jedes Jahrgangs eingezogen wird. Natürlich ist eine Dienstpflicht kein Wunschkonzert, aber wenn man das zu allem Überfluss noch mit unnötiger Schikane und himmelschreiender Ungerechtigkeit garniert, wird das natürlich garantiert Scheiße.

        • Señor Mono@feddit.org
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          17 days ago

          Quelle: Ich bin alt genug, den Spaß mitgemacht zu haben.

          🙋‍♂️same. Mir wurde suggeriert, ich müsste mich in dem Moment zwischen Wehdienst und Zivi entscheiden. Wegen meiner damals langen Haare wurde mir dann Tendenz zum Zivi unterstellt und dann wurde ich dahingehend gemustert.

    • trollercoaster@sh.itjust.works
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      18 days ago

      Behörden verharren nach wie vor in dem Irrglauben, dass jeder Brief am nächsten Werktag beim Empfänger ist. In der Vergangenheit, als die Post noch eine Behörde mit einem Auftrag und nicht ein privates Unternehmen mit dem Ziel der Profitmaximierung war, konnte man sogar mit sehr großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das tatsächlich so ist.