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Die brisante Gehaltserhöhung war gut verpackt und fiel zunächst gar nicht auf. Ein Gesetzentwurf aus dem Bundesinnenministerium von Alexander Dobrindt hatte eigentlich das Ziel, vor allem eine Tariferhöhung auch für Beamte umzusetzen und niedrige Gehaltsstufen besserzustellen, weil es das Verfassungsgericht so wollte. Ziemlich weit hinten auf Seite 79 allerdings steckte in der Tabelle mit dem unscheinbaren Titel „Bundesbesoldungsordnung B“ noch ein ganz anderes Vorhaben. Verankert hatte die schwarz-rote Koalition hier eine massive Gehaltserhöhung für Spitzenbeamte wie Staatssekretäre, an deren Sold auch der von Ministern und dem Bundeskanzler hängt.

Die Steigerung in den höchsten Gehaltsklassen sollte sogar ziemlich üppig ausfallen. In der Gehaltsgruppe B11 etwa, zu der Staatssekretäre gehören, hatte Innenminister Dobrindt (CSU) in dem am Mittwoch veröffentlichten Papier ein jährliches Plus von 39 171 Euro auf 237 973 Euro vorgesehen. Der Plan sei auch schon mit anderen Ministerien abgestimmt gewesen, hieß es. Auch Ministerinnen und Ministern der Koalition hätten jährlich gut 50 000 Euro mehr zugestanden, dem Kanzler sogar mehr als 60 000 Euro zusätzlich. Denn beide Gehälter sind eigentlich an die höchste Beamtenstufe gekoppelt.

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  • GenosseFlosse@feddit.org
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    14 hours ago

    Die 200K sind aber ja nicht alles. hinzu kommen staatsbesuche, erste klasse fluege um die welt im flugzeug des arbeitgebers, bezahlte auslandsreisen mit 5 sterne hotel inlusive, lobbyparties mit kostenlosem essen, kostenloser dienstwagen damit man nicht mit der bahn fahren muss. Alles sachen, wofuer ich als arbeitnehmer wahrscheinlich selbst schon 100k und meinen begrenzten urlaub aufwenden wuerde.

    Ok; manchmal muss man den unangenehmen, dementen onkel in den USA besuchen und ihm immer recht geben damit er sich nicht aufregt und man von seinen pflegern beschimpft wird, aber alles in allem doch ein job mit vielen schoenen seiten.