Seit ein paar Jahren arbeite ich nicht mehr als Entwickler. Wie ist es so? Spielt KI eine Rolle bei der Arbeit?
Dazu könnte ich einen ganzen Roman schreiben und versuche mich kurz zu fassen:
Ich nutze hier und da mal Google Gemini, um Ansätze zu bekommen, wie ich ein Projekt umsetze und das ist wirklich hilfreich und ist sicher auch ein Zeitgewinn - aber ich lasse die LLM keinen Code schreiben. Zum einen, weil oft richtiger Mist dabei rauskommt den man iterativ geradebiegen muss und zum anderen, weil es sich anfühlt als würde ich mit einem Junior chatten anstatt selbst zu programmieren. Das lässt auf Dauer die eigenen Skills verkümmern (“skill atrophy”) und fühlt sich so an, als wäre man ein Manager - und ich wollte nie ein Manager sein. Probleme selbst zu lösen gibt mir den eigentlichen Kick und den Spaß an der Arbeit.
Ich würde aktuell niemandem empfehlen, Coder zu werden. Vielleicht normalisiert es sich wieder, wenn die Blase erstmal geplatzt ist, aber momentan ist das Feld super anstrengend durch die ganzen KI-Booster da draußen. Seit zwei Jahren erzählt man mir, ich wäre garantiert in sechs Monaten arbeitslos. Ich habe Freunde verloren die auch Programmierer sind (oder eher waren), weil sie mich komplett abgenervt haben mit ihren sinnlosen KI-Projekten und nicht mehr eigenständig denken können (oder wollen). Soziale Medien wie LinkedIn (und selbst die Programmier-Communitys im Fediverse) fühlen sich an wie die absolute Hölle, weil sie voll mit Boostern sind die alles nachplappern was die CEOs ihnen vorkauen und der Meinung sind, die neue Art zu programmieren wäre ein Abo bei einer US-Firma und tausende Tokens und Agenten auf ein Problem zu werfen.
Zum Glück habe ich einen Arbeitgeber, der mich nicht zwingt, KI zu benutzen, sodass ich um diesen ganzen Hype etwas herumschiffen kann. Jedoch wirkt sich die übertriebene mediale Berichterstattung auch auf die Erwartungshaltung von Kunden und Managern aus und das erzeugt Stress.
Ich hoffe, es wird wieder besser, wenn OpenAI erstmal offiziell pleite ist, aber wer weiß. 🤷
Dazu könnte ich einen ganzen Roman schreiben und versuche mich kurz zu fassen:
Ich nutze hier und da mal Google Gemini, um Ansätze zu bekommen, wie ich ein Projekt umsetze und das ist wirklich hilfreich und ist sicher auch ein Zeitgewinn - aber ich lasse die LLM keinen Code schreiben. Zum einen, weil oft richtiger Mist dabei rauskommt den man iterativ geradebiegen muss und zum anderen, weil es sich anfühlt als würde ich mit einem Junior chatten anstatt selbst zu programmieren. Das lässt auf Dauer die eigenen Skills verkümmern (“skill atrophy”) und fühlt sich so an, als wäre man ein Manager - und ich wollte nie ein Manager sein. Probleme selbst zu lösen gibt mir den eigentlichen Kick und den Spaß an der Arbeit.
Ich würde aktuell niemandem empfehlen, Coder zu werden. Vielleicht normalisiert es sich wieder, wenn die Blase erstmal geplatzt ist, aber momentan ist das Feld super anstrengend durch die ganzen KI-Booster da draußen. Seit zwei Jahren erzählt man mir, ich wäre garantiert in sechs Monaten arbeitslos. Ich habe Freunde verloren die auch Programmierer sind (oder eher waren), weil sie mich komplett abgenervt haben mit ihren sinnlosen KI-Projekten und nicht mehr eigenständig denken können (oder wollen). Soziale Medien wie LinkedIn (und selbst die Programmier-Communitys im Fediverse) fühlen sich an wie die absolute Hölle, weil sie voll mit Boostern sind die alles nachplappern was die CEOs ihnen vorkauen und der Meinung sind, die neue Art zu programmieren wäre ein Abo bei einer US-Firma und tausende Tokens und Agenten auf ein Problem zu werfen.
Zum Glück habe ich einen Arbeitgeber, der mich nicht zwingt, KI zu benutzen, sodass ich um diesen ganzen Hype etwas herumschiffen kann. Jedoch wirkt sich die übertriebene mediale Berichterstattung auch auf die Erwartungshaltung von Kunden und Managern aus und das erzeugt Stress.
Ich hoffe, es wird wieder besser, wenn OpenAI erstmal offiziell pleite ist, aber wer weiß. 🤷