Nestlé bringt neue Choco-Crossies-Varianten ohne echte Schokolade auf den Markt. Als Ersatz setzt der Konzern auf eine Alternative aus Sonnenblumenkernen.
Naja Chovia bietet halt nur die kakaofreie Alternative an. Was die Hersteller dann noch so reinmischen kann Chovia nicht beeinflussen. Was sollen sie dazu schreiben?
(Palmöl hat aber auch mega viele Vorteile und sollte nicht gedankenlos ersetzt werden. Viele Palmölfrei Produkte enthalten plötzlich Kokosöl welches die gleichen Probleme hat aber dazu noch mehr Platz verbraucht.)
Choviva wird wie Schokolade verarbeitungsfertig an die Hersteller geliefert (https://planet-a-foods.com/de/portfolio/chocolate), die zitierten Inhaltsstoffe sind nur Choviva, nicht der Rest des Produktes (siehe auch z.B. https://choviva.com/de/products/dubai-bar-with-cho-viva-1 zum Vergleich: “Schokoladenalternative (Zucker, pflanzliches Fett (RSPO-zertifiziertes Palm und Shea), Magermilchpulver, Sonnenblumenkernmehl 8%, Traubenkernmehl, Emulgator: Lecithin (aus Sonnenblume oder Raps), natürliches Aroma)”).
Das Palmöl prinzipiell besser sein kann als andere Fette ist auch klar, die tatsächlichen Produktionsbedingungen sind aber wohl trotz RSPO oft schlecht. Deshalb finde ich es etwas heuchlerisch die Kakaoproduktion für Kinderarbeit und Regenwaldrodung an den Pranger zu stellen um sein Ersatzprodukt zu vermarkten, welches dann aber einen Inhaltsstoff enthält der für die gleichen Praktiken kritisiert wird.
Zu Shea hab ich jetzt wenig gefunden, laut https://fairclimatefund.nl/wp-content/uploads/2024/02/20200922-carbon-footprint-shea-butter-final-report.pdf ähnliche CO₂-Werte wie Palmfett, keine Informationen zu Kinderarbeit oder Waldrodung. Sieht allerdings auch nicht nach einem lokalen Produkt aus, was ein anderer Teil des Marketings ist. Wie z.B. auf https://jokolade.de/products/jokolade-haselnuss-vegan-1?variant=54612100088076 (gut, das ist nicht Choviva selbst, aber es kling derem Marketing sehr ähnlich): “Zudem kommt sie ganz ohne Kakao aus. Stattdessen verwenden wir eine nachhaltige* Alternative: ChoViva.
Die innovative Zutat wird aus wenigen, einfachen und natürlichen Bestandteilen hergestellt.[…]
Produziert wird sie aber in Europa mit regionalen Rohstoffen, um den CO₂-Fußabdruck konsequent so gering wie möglich zu halten.”
die zitierten Inhaltsstoffe sind nur Choviva, nicht der Rest des Produktes
Ach entschuldige das habe ich bei deinem originalen Kommentar missverstanden.
Danke für die ganzen Quellen, schau ich dann mal an.
Naja Chovia bietet halt nur die kakaofreie Alternative an. Was die Hersteller dann noch so reinmischen kann Chovia nicht beeinflussen. Was sollen sie dazu schreiben? (Palmöl hat aber auch mega viele Vorteile und sollte nicht gedankenlos ersetzt werden. Viele Palmölfrei Produkte enthalten plötzlich Kokosöl welches die gleichen Probleme hat aber dazu noch mehr Platz verbraucht.)
Choviva wird wie Schokolade verarbeitungsfertig an die Hersteller geliefert (https://planet-a-foods.com/de/portfolio/chocolate), die zitierten Inhaltsstoffe sind nur Choviva, nicht der Rest des Produktes (siehe auch z.B. https://choviva.com/de/products/dubai-bar-with-cho-viva-1 zum Vergleich: “Schokoladenalternative (Zucker, pflanzliches Fett (RSPO-zertifiziertes Palm und Shea), Magermilchpulver, Sonnenblumenkernmehl 8%, Traubenkernmehl, Emulgator: Lecithin (aus Sonnenblume oder Raps), natürliches Aroma)”).
Das Palmöl prinzipiell besser sein kann als andere Fette ist auch klar, die tatsächlichen Produktionsbedingungen sind aber wohl trotz RSPO oft schlecht. Deshalb finde ich es etwas heuchlerisch die Kakaoproduktion für Kinderarbeit und Regenwaldrodung an den Pranger zu stellen um sein Ersatzprodukt zu vermarkten, welches dann aber einen Inhaltsstoff enthält der für die gleichen Praktiken kritisiert wird.
Zu Shea hab ich jetzt wenig gefunden, laut https://fairclimatefund.nl/wp-content/uploads/2024/02/20200922-carbon-footprint-shea-butter-final-report.pdf ähnliche CO₂-Werte wie Palmfett, keine Informationen zu Kinderarbeit oder Waldrodung. Sieht allerdings auch nicht nach einem lokalen Produkt aus, was ein anderer Teil des Marketings ist. Wie z.B. auf https://jokolade.de/products/jokolade-haselnuss-vegan-1?variant=54612100088076 (gut, das ist nicht Choviva selbst, aber es kling derem Marketing sehr ähnlich): “Zudem kommt sie ganz ohne Kakao aus. Stattdessen verwenden wir eine nachhaltige* Alternative: ChoViva. Die innovative Zutat wird aus wenigen, einfachen und natürlichen Bestandteilen hergestellt.[…] Produziert wird sie aber in Europa mit regionalen Rohstoffen, um den CO₂-Fußabdruck konsequent so gering wie möglich zu halten.”
Fortschritt in der Richtung ist ja gut, und die Firma will auch nach Alternativen zu Palmöl suchen (https://www.1e9.community/magazin/nachhaltigere-schokolade-ohne-kakao-das-start-up-planet-a-foods-startet-die-massenproduktion), prinzipiell alles gut, aber gerade deshalb missfällt mir dieses Marketing so.