Im Landkreis Erding wurden 100.000 Legehennen gekeult, weil dort die Newcastle-Krankheit ausgebrochen war. Obwohl in Deutschland Impfpflicht besteht, ist die Sorge groß, dass sich das Virus ausbreitet. Wie gefährlich ist es für Mensch und Geflügel?
Ist der Erreger für den Menschen gefährlich?
Laut Friedrich-Loeffler-Institut ist eine Infektion des Menschen sehr selten, aber möglich. Wer intensiven Kontakt mit einem infizierten Tier hatte, könnte sich anstecken. Dabei gilt der Erreger für den Menschen als ungefährlich; meist bleibt eine Infektion lokal auf eine Bindehautentzündung beschränkt.
Wieso konnte die Krankheit trotz Impfpflicht ausbrechen?
Hühner und Puten müssen in Deutschland gegen die Newcastle-Krankheit geimpft werden, unabhängig von der Bestandsgröße. In den meisten anderen EU-Ländern gibt es keine solche Impfpflicht. Doch auch geimpfte Tiere können sich infizieren, allerdings schwieriger – und sie scheiden im Fall des Falles weniger Virus aus und dies über einen kürzeren Zeitraum. Sofern Krankheitszeichen auftreten, sind diese weniger ausgeprägt. Laut Friedrich-Loeffler-Institut sind gerade Jungtiere während der Aufzuchtphase noch nicht bzw. ungenügend geschützt.