Es geht um mindestens 100 Betroffene, die als Kind von Ordensmitgliedern missbraucht wurden. […] Es wurde geschwiegen über den sexuellen Missbrauch vor allem von Jungen im Alter von 10 bis 15 Jahren durch Ordensmänner, teilweise über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren.
Die meisten erfassten Fälle haben sich zwischen 1950 und 1970 abgespielt, in pädagogischen Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen und in den Niederlanden.
Es habe keinen Fall gegeben, der von einem Franziskaner aufgedeckt wurde, so Caspari. 90 Prozent der Fälle wurden erst nach 2010 bekannt. 98 Tatverdächtige und über 100 Betroffene werden in der Studie genannt – mit dem Hinweis auf ein vermutlich “deutlich größeres Dunkelfeld”.
Die Franziskaner sind laut eigenen Angaben mit rund 13.600 Mitgliedern der weltweit drittgrößte Orden der katholischen Kirche. In Deutschland leben knapp 200 Franziskaner in mehr als 20 Klöstern. Hauptsitz der deutschen Franziskanerprovinz ist München. In Bayern ist der Orden in Garmisch-Partenkirchen, Füssen, München und Vierzehnheiligen vertreten.



Ähm, puh. Keine Ahnung, wie vergleichbar die Zahlen sind, weil wohl mindestens auch die Niederlande teil der Untersuchung waren, und weil evtl. die Mitgliederzahl seither zurückgegangen ist. Aber so sehr kann man das gar nicht schön rechnen, dass das auch nur annähernd normal aussieht.
Selbst wenn man die aktuelle globale Mitgliederzahl von 13.600 dagegen hält, reden wir immer noch von 0.7% Sexualstraftäter, was immer noch absurd hoch ist.