Die Auswertung einer zweijährigen Pilotstudie mit rund 50 Unternehmen zeigt: Arbeitszeitreduzierung – oft als Viertagewoche gestartet – verbessert Gesundheit, Arbeitgeberattraktivität und teils Produktivität. Sie funktioniert aber nicht für alle.

  • squaresinger@lemmy.world
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    2 months ago

    Leider geht die Studie am Ziel vorbei. Gerade bei Konzernen geht es nicht um Produktivität.

    Würde es um Produktivität gehen, dann hätte man nicht ständig verpflichtende Meetings mit allen Teammitgliedern, die tatsächlich nur drei Leute gebraucht hätten und auch per Text erledigt werden hätten können.

    Man würde nicht den Jahresplan alle fünf Minuten umwerfen und neu anfangen. Man würde nicht aus firmenpolitischen Gründen Projekte umsetzen, die in der Realität niemand braucht oder will. Man würde nicht vier Mal im Jahr alle Tools umstellen um ein paar Euros zu sparen.

    Man würde nicht unnötig Hire-and-Fire betreiben oder Monate an Arbeitszeit in Recruiting stecken nur um dann zu sagen “Wir haben leider kein Budget mehr für die neue Stelle”.

    Man würde nicht Return to Office machen, schon gar nicht ins Großraumbüro mit zu wenigen Shared Desks und instabilen Internet.

    Nein, es geht rein um das Theater, echte Produktivität ist egal. Und für’s Theater schaut 5 Tage zu 10 Stunden einfach geiler aus. Wenn da die Unterlinge schön geknechtet und gestresst 50h-60h pro Woche im Büro sitzen, dann fühlt man sich als Chef einfach richtig geil produktiv.

    Ob das in Echt produktiv ist, das ist irrelevant.