Jedes dritte Schiff der Schattenflotte ist ohne korrekte Flagge unterwegs. Das zeigt eine Auswertung von NDR, WDR und SZ. Nach internationalem Seerecht könnten die Schiffe deshalb ohne Weiteres gestoppt werden. Doch die EU-Staaten zögern.
Ein Kriegsschiff stellt ein erhebliches Eskalationspotenzial dar. Das kann ein nichtmilitärisches Schiff, völlig unabhängig davon, wieviele Söldner das als “Sicherheitspersonal” an Bord hat, einfach versenken, ohne sich je selbst in Gefahr begeben zu müssen, denn das kann das bequem von außerhalb der Reichweite tragbarer Waffen tun. Die Kalaschnikow der Söldner kann da auch aus kurzer Entfernung bestenfalls kosmetische Schäden anrichten.
Bei modernen Kriegsschiffen sieht man ohne technische Hilfsmittel nicht mal, ob das gerade auf einen zielt oder nicht, denn da müssen keine sperrigen Geschütztürme und Optiken auf Dich ausgerichtet sein, um Dich ins Visier zu nehmen und innerhalb von Sekunden tatsächlich beschießen zu können. (Die kostengünstigste Option dafür wäre zwar wahrscheinlich eine Kanone, aber die lässt sich dank moderner Technik auch innerhalb von Sekunden ausrichten, auch wenn sie gerade eben noch harmlos in eine andere Richtung zeigt. Sehr wahrscheinlich wird die als Drohung aber sehr wohl auf Dich ausgerichtet sein und irgendwann vorher auch einen Warnschuss vor den Bug abgeben)
Als Einzelperson auf einem Schiff kannst Du Dich Soldaten ergeben, die an Bord gehen, egal, ob Deine Schiffsführung das will oder nicht, und wenn die aus einem einigermaßen zivilisierten Land sind, werden die Dich dann nicht umbringen. Als Einzelperson auf einem Schiff, dessen Schiffsführung auf bewaffnete Konfrontation aus ist, stehen Deine Chancen gegenüber einem Kriegsschiff deutlich schlechter, denn das bekämpft das Schiff als Ganzes, nicht einzelne Besatzungsmitglieder. Wenn das aus einem einigermaßen zivilisierten Land ist, wird es zwar vielleicht von einer vollständigen Versenkung absehen und Dein Schiff nur manövrierunfähig schießen, (evtl. blöd für Dich, wenn Du Dich zu dem Zeitpunkt im Maschinenraum aufhältst) und dann die Schiffsführung nochmal freundlich fragen, ob sie sich ergibt, und auch, wenn es zu einer Versenkung kommt, fischt es, wenn möglich, danach die Überlebenden aus dem Wasser, aber dafür muss man die Versenkung erstmal überleben und hoffen, dass kein Spinner vom Rettungsboot aus auf das Kriegsschiff schießt, denn ein unnötiges Risiko wird das nicht eingehen.
Ich würde mich da nicht auf ein rechtliches Briefing, insbesondere durch eine Macht wie Russland, verlassen. Russland hat ja inzwischen bewiesen, dass es trotz militärischer Präsenz vor Ort nicht eingreift, wenn ein Schiff der Schattenflotte aufgebracht wird, auch wenn es irgendwann seine bisherige Flagge durch eine russische ersetzt.
Ziemlich genau das. Man gibt durch Funk durch, dass eine deutsche Truppe zur Inspektion an Bord kommen möchte. Zusätzlich informiert man darüber, dass man Zweifel an der Friedfertigkeit hat und daher ein Kriegsschiff den Einsatz absichert. Sollte dem Team etwas zustoßen oder verliert das Kriegsschiff Sicht- oder Funkkontakt zum Team an Bord, dann droht man den Einsatz des Kriegsschiffs an.
Klar hat man nicht unendlich viele Kriegsschiffe für solche Einsätze, aber eine Kooperation a la Gewässer von Somalia wäre ja auch eine Option. Hier hätte man rechtlich vermutlich sogar noch bessere Karten, weil es die eigenen Hoheitsgewässer sind (bzw. die eines Partners).
Ein Kriegsschiff stellt ein erhebliches Eskalationspotenzial dar. Das kann ein nichtmilitärisches Schiff, völlig unabhängig davon, wieviele Söldner das als “Sicherheitspersonal” an Bord hat, einfach versenken, ohne sich je selbst in Gefahr begeben zu müssen, denn das kann das bequem von außerhalb der Reichweite tragbarer Waffen tun. Die Kalaschnikow der Söldner kann da auch aus kurzer Entfernung bestenfalls kosmetische Schäden anrichten.
Bei modernen Kriegsschiffen sieht man ohne technische Hilfsmittel nicht mal, ob das gerade auf einen zielt oder nicht, denn da müssen keine sperrigen Geschütztürme und Optiken auf Dich ausgerichtet sein, um Dich ins Visier zu nehmen und innerhalb von Sekunden tatsächlich beschießen zu können. (Die kostengünstigste Option dafür wäre zwar wahrscheinlich eine Kanone, aber die lässt sich dank moderner Technik auch innerhalb von Sekunden ausrichten, auch wenn sie gerade eben noch harmlos in eine andere Richtung zeigt. Sehr wahrscheinlich wird die als Drohung aber sehr wohl auf Dich ausgerichtet sein und irgendwann vorher auch einen Warnschuss vor den Bug abgeben)
Als Einzelperson auf einem Schiff kannst Du Dich Soldaten ergeben, die an Bord gehen, egal, ob Deine Schiffsführung das will oder nicht, und wenn die aus einem einigermaßen zivilisierten Land sind, werden die Dich dann nicht umbringen. Als Einzelperson auf einem Schiff, dessen Schiffsführung auf bewaffnete Konfrontation aus ist, stehen Deine Chancen gegenüber einem Kriegsschiff deutlich schlechter, denn das bekämpft das Schiff als Ganzes, nicht einzelne Besatzungsmitglieder. Wenn das aus einem einigermaßen zivilisierten Land ist, wird es zwar vielleicht von einer vollständigen Versenkung absehen und Dein Schiff nur manövrierunfähig schießen, (evtl. blöd für Dich, wenn Du Dich zu dem Zeitpunkt im Maschinenraum aufhältst) und dann die Schiffsführung nochmal freundlich fragen, ob sie sich ergibt, und auch, wenn es zu einer Versenkung kommt, fischt es, wenn möglich, danach die Überlebenden aus dem Wasser, aber dafür muss man die Versenkung erstmal überleben und hoffen, dass kein Spinner vom Rettungsboot aus auf das Kriegsschiff schießt, denn ein unnötiges Risiko wird das nicht eingehen.
Ich würde mich da nicht auf ein rechtliches Briefing, insbesondere durch eine Macht wie Russland, verlassen. Russland hat ja inzwischen bewiesen, dass es trotz militärischer Präsenz vor Ort nicht eingreift, wenn ein Schiff der Schattenflotte aufgebracht wird, auch wenn es irgendwann seine bisherige Flagge durch eine russische ersetzt.
Ziemlich genau das. Man gibt durch Funk durch, dass eine deutsche Truppe zur Inspektion an Bord kommen möchte. Zusätzlich informiert man darüber, dass man Zweifel an der Friedfertigkeit hat und daher ein Kriegsschiff den Einsatz absichert. Sollte dem Team etwas zustoßen oder verliert das Kriegsschiff Sicht- oder Funkkontakt zum Team an Bord, dann droht man den Einsatz des Kriegsschiffs an.
Klar hat man nicht unendlich viele Kriegsschiffe für solche Einsätze, aber eine Kooperation a la Gewässer von Somalia wäre ja auch eine Option. Hier hätte man rechtlich vermutlich sogar noch bessere Karten, weil es die eigenen Hoheitsgewässer sind (bzw. die eines Partners).