• JensSpahnpasta@feddit.org
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    3 days ago

    Ich arbeite ja in einer Firma und ich sehe das extrem differenziert:

    • Alle reden hart aneinander vorbei bei der Frage, was KI überhaupt ist. Im Endeffekt wird ja aktuell jeder technische Fortschritt als “KI” bezeichnet und dann rennen Leute rum und finden KI grundsätzlich doof, weil Elon Musk einen Kinderpornogenerator entwickelt hat. Der ist zwar wirklich doof, aber man sollte das z.B. nicht mit den aktuellen Fortschritten in der Handschriftenerkennung vermischen
    • Es geht ja um Prozessautomatisierung, also dass ich z.B. nicht jeden Auftrag per Mail bekomme, ausdrucke und manuell ins ERP tippe. Da sind deutsche Firmen einerseits großartig und tauschen Aufträge direkt per EDI aus und andererseits gruselig und trauen Automatisierungen nicht und wollen immer einen verantwortlichen Sachbearbeiter.
    • Wir nutzen schon viel KI, aber das läuft auf so einem Level, dass die CEO-Etage sich da definitiv keinen ROI berechnen kann. Natürlich ist ein Chatbot superpraktisch, um ein technisches Problem auf dem typischen Büroarbeiterlevel zu ergründen. Die Frage “wie mache ich das in Excel” können die beantworten und das ist cool und ein echter Produktivitätsgewinn, aber das zu quanitifizieren, dass Melanie ihr Excel-Problem jetzt recht schnell selbst lösen kann statt erstmal drei Kollegen zu fragen, ist unmöglich
    • Und auch hier schlägt wieder dieses “Die Zukunft ist bereits da, nur ungleich verteilt” zu. Einige nutzen das, andere Kollegen wieder nicht und im Kern korrelliert auch die KI-Nutzung mit bestehender Excel-Fähigkeit und wer bereits jetzt ohne Ahnung vor Excel hockt und sich im Outlook verläuft, dem hilft auch erstmal KI wenig.