Die linke Reaktion darauf sollte sich nicht darauf beschränken, die Methoden zu verurteilen, sondern die falschen Prämissen dieser Politik widerlegen. Es ist schlicht nicht der Fall, dass Konsum Emissionen verursacht. Die entstehen fast ausschließlich im Produktionsprozess. Das Problem ist, wie produziert wird, nicht, dass produziert wird. Dass der Strom, den sie brauchen, mit Gas produziert wird, haben nicht die Menschen in Steglitz-Zehlendorf entschieden, sondern die Eigentümer des Kraftwerks und die Politik.
In dem Sinne finde ich es sehr wichtig zu erwähnen, dass steigende Wirtschaftsleistung eine steigende Produktion braucht und diese immer mit steigenden emissionen einhergeht. Es reicht nicht “grünen Kapitalismus” zu fordern, wenn wir weiterhin versuchen jedes jahr 2% zu wachsen. Die Emissionen steigen nämlich immer mit.
Würdest du es als grundsätzlich unmöglich beschreiben ohne Emissionen zu produzieren?
Ich bin zwar nicht gefragt, aber antworte trotzdem mal:
Null-Emissionen sind wahrscheinlich nicht möglich, aber auch nicht notwendig; Netto-Null in der globalen Bilanz wäre ausreichend; d.h. die Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre auf ein Maß zu begrenzen, das in den globalen Kreisläufen wieder aufgenommen werden kann.
Eine unendlich weiter wachsende Wirtschaftsleistung wird es unabhängig davon aber nicht geben können. Energie und Ressourcen sind auf einem endlichen Planeten eben nicht unendlich vorhanden oder verfügbar, wenn wir darauf noch leben können wollen.
Passend dazu gibt es eine aktuelle Arte Doku Brauchen wir Wirtschaftswachstum?

Amüsanter Zufall.




