Als Weichenstellung gilt die vom Bundestag beschlossene Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes. Energy Sharing wird erstmals geregelt, für große Batteriespeicher kam in letzter Minute ein Durchbruch, für bestehende Kundenanlagen eine Übergangsfrist.

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    4 months ago

    Man braucht dann immer noch Backup-Lösungen für ca. 5% der Zeit im Jahr, ja. Aber:

    für zwei Wochen Dunkel Dunkelflaute im Jahr kann man kein AKW kostendeckend betreiben (insbesondere >da man es auch bei Dauerlast schon nicht kann)

    Das steht ja wohl außer Frage - für alle, die ehrlich rechnen.
    Und weder Stöcker noch ich würden als Backup-Lösung ein AKW auch nur eine Sekunde lang andenken.
    Da gab es wohl ein Missverständis. Ich jedenfalls wollte nur darauf hinweisen, dass Batteriespeicher vorerst nicht alle Probleme lösen können, da sie nur kurze Phasen überbrücken können.

    Weiter kann man Biogas speichern und dann bei Dunkelflaute nutzen.

    Ja, das scheint ideal, vor allem, wenn die Energien dafür beispielsweise aus Paludikulturen stammen. Aber halt nur, wenn keine neuen, zusätzlichen Probleme erzeugt werden, wie das aktuell der Fall ist (Methan). Wenn Biogasspeicherung eine Option wäre, hätten wir die ganze Dunkelflauten-Diskussion doch gar nicht?

    Die Bundesnetzagentur sieht das so:

    Bis wir soweit sind, dass wir unseren gesamten Strombedarf mit erneuerbaren Energien decken können und die Netze so ausgebaut sind, dass sie den Strom dorthin transportieren können, wo er gebraucht wird, die Back-up-Kraftwerke noch nicht durch Wasserstoff oder andere Technologien CO2-frei sind, werden wir noch die fossilen Energien nutzen müssen. Das ist der Übergang zu einer klimaneutralen Energiewirtschaft.

    Wenn es dann bald nur zwei Wochen im Jahr wären, könnte ich damit leben. Die letzten drei Jahrzehnte mit gefühlter Schneckentempo-Transition waren deutlich schwerer auszuhalten. Erfreulicherweise regelt jetzt ja der Preis, und nicht mehr die fossillobbyierte Politik, wo der Strom herkommt. Die o.g. Novelle baut diesbezügliche Hürden leider wohl nur (und zudem nicht gänzlich) ab, weil sich auch die fossilsten Urgesteine im politischen System nicht mehr gegen den an Tempo gewinnenden Wandel stemmen können. Und nicht etwa, weil man das ja schon immer wollte.