Meine Fresse, die Frage war aber auch scheisse gestellt. Haben wir Probleme in den Städten (in denen Sie, die Sie gefragt werden ja mit so 40% wahrscheinlichkeit gar nicht Leben, sondern auf dem Land) mit Menschen die andere Menschen verunsichern? Darauf antworten anscheinend 63% mit ja. Das war aber so gar nicht der problematische Teil von Merz “Stadtbild Aussage”, und deswegen trifft die Umfrage auch gar nicht den Kern dessen wo es mal spannend gewesen wäre eine Umfrage zu machen.
Das Problem ist doch die angeblich kausale Verknüpfung von Herkunft/Aussehen und Gefährlichkeit, Regeln-nicht-beachten, Illegal-in-welcher-Form-auch-immer. Diese hat Merz aufgemacht indem er gesagt hat, dass die Lösung für dieses Problem der Innenminister und die verstärkten Rückführungen seien, die Spahn aufgemacht hat, indem er die Probleme direkt mit der Herkunft verknüpft: “Verwahrlosung, Drogendealer, junge Männer, meistens mit Migrationshintergrund, meistens Osteuropa oder arabisch-muslimischer Kulturraum”.
Wenn man sich auf diese Logik einlässt, und die Rückführungen das Problem nicht lösen, weil sie es natürlich nicht lösen können, dann ist die einzige Konsequenz die einem bleibt, noch mehr Rückzuführen anhand der selben Kriterien: Herkunft/Aussehen. Wer die Probleme mit einer rassitischen Brille analyisiert, und die Lösungen die daraus entstehen nicht helfen, dann wird der nächste “Lösungsansatz” nur noch rassistischer werden.
Dass die Probleme die man im Stadtbild sehen kann ein Symptom von erzwungener Armut, gewollt systematischen prekarisierung von Migranten, und dem Integrationsunwillen der hießigen Bevölkerung ist, kann und will die CDU nicht zugeben.
Das wäre aber mMn nach die spannende Frage gewesen. Glauben Sie, dass Merz recht hat, wenn er sagt, dass wir mit mehr Rückführungen die Probleme im Stadtbild beheben können? Und glauben Sie, dass ihre Töchter dem zustimmen würden?
Ganz abgesehen davon, dass es hierbei eigentlich nur um einen weiteren Baustein in der Angstmaschinierie ist die die Konservativen und Rechten schon lange betreiben. Je länger man den Leuten einredet, dass ja alle Angst haben, dann haben irgendwann auch alle Angst.
In einem Artikel von T-Online wurde die Kritik an der Fragestellung gut zusammengefasst:
An der Darstellung des “Politbarometers” gibt es jedoch Kritik. Die genaue Fragestellung lautete darin: “Bundeskanzler Friedrich Merz hat davon gesprochen, dass es in Deutschland Probleme im Stadtbild gibt. Konkret benannt hat Merz jetzt, dass es Probleme mit denjenigen gibt, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus haben, nicht arbeiten und sich nicht an unsere Regeln halten. Was meinen Sie, hat Friedrich Merz mit dieser Aussage Recht oder hat er damit nicht Recht?” Die hohe Zustimmung in der Umfrage bezieht sich also auf Merz’ spätere Präzisierung.
In der Grafik des “Politbarometers” wird diese Einordnung jedoch nicht aufgegriffen. Stattdessen steht dort: “Aussage von Friedrich Merz zum Stadtbild in Deutschland: Hat er damit Recht?” Der Grünen-Europapolitiker Erik Marquardt sieht darin eine Verzerrung. Auf X schreibt er dazu: “Statt nach der Originalaussage von Merz zu fragen, die tagelang diskutiert wurde, wird in der Umfrage seine späte Rechtfertigung ergänzt. In der Grafik wird das aber gar nicht erwähnt. So geht Framing.” Als Framing wird die Art und Weise bezeichnet, wie Informationen durch bestimmte Formulierungen oder Betonungen einen Deutungsrahmen erhalten, der die Wahrnehmung beeinflusst.
Meine Fresse, die Frage war aber auch scheisse gestellt. Haben wir Probleme in den Städten (in denen Sie, die Sie gefragt werden ja mit so 40% wahrscheinlichkeit gar nicht Leben, sondern auf dem Land) mit Menschen die andere Menschen verunsichern? Darauf antworten anscheinend 63% mit ja. Das war aber so gar nicht der problematische Teil von Merz “Stadtbild Aussage”, und deswegen trifft die Umfrage auch gar nicht den Kern dessen wo es mal spannend gewesen wäre eine Umfrage zu machen.
Das Problem ist doch die angeblich kausale Verknüpfung von Herkunft/Aussehen und Gefährlichkeit, Regeln-nicht-beachten, Illegal-in-welcher-Form-auch-immer. Diese hat Merz aufgemacht indem er gesagt hat, dass die Lösung für dieses Problem der Innenminister und die verstärkten Rückführungen seien, die Spahn aufgemacht hat, indem er die Probleme direkt mit der Herkunft verknüpft: “Verwahrlosung, Drogendealer, junge Männer, meistens mit Migrationshintergrund, meistens Osteuropa oder arabisch-muslimischer Kulturraum”.
Wenn man sich auf diese Logik einlässt, und die Rückführungen das Problem nicht lösen, weil sie es natürlich nicht lösen können, dann ist die einzige Konsequenz die einem bleibt, noch mehr Rückzuführen anhand der selben Kriterien: Herkunft/Aussehen. Wer die Probleme mit einer rassitischen Brille analyisiert, und die Lösungen die daraus entstehen nicht helfen, dann wird der nächste “Lösungsansatz” nur noch rassistischer werden.
Dass die Probleme die man im Stadtbild sehen kann ein Symptom von erzwungener Armut, gewollt systematischen prekarisierung von Migranten, und dem Integrationsunwillen der hießigen Bevölkerung ist, kann und will die CDU nicht zugeben.
Das wäre aber mMn nach die spannende Frage gewesen. Glauben Sie, dass Merz recht hat, wenn er sagt, dass wir mit mehr Rückführungen die Probleme im Stadtbild beheben können? Und glauben Sie, dass ihre Töchter dem zustimmen würden?
Ganz abgesehen davon, dass es hierbei eigentlich nur um einen weiteren Baustein in der Angstmaschinierie ist die die Konservativen und Rechten schon lange betreiben. Je länger man den Leuten einredet, dass ja alle Angst haben, dann haben irgendwann auch alle Angst.
In einem Artikel von T-Online wurde die Kritik an der Fragestellung gut zusammengefasst:
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_100969836/zdf-politbarometer-umfrage-mehrheit-stimmt-merz-stadtbild-aussagen-zu.html