Hallo zusammen,

Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.

Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?

  • Wrufieotnak@feddit.orgOP
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    25 days ago

    Ich bin jetzt endlich mit der Omnibusedition von The League of extraordinary Gentlemen durch. Diese Edition umfasst die ersten 3 Bände der "Comic"Reihe. Comic ist hier in Anführungsstriche gesetzt, weil es auch reine Texte enthält, was ich vorher nicht wusste, aber später mehr zu den Passagen.
    Die Grundprämisse ist, dass alle fiktionale Literatur wahr ist und daher Kapitän Nemo und Dr. Hyde und James Bond interagieren könnten. Die Reihe referenziert daher überall hunderte andere Werke. Wenn man die nicht kennt, dann ist es teils ein bisschen verwirrend, was gerade passiert, denn meist wird auch die Geschichte referenziert oder parodiert.
    Das fand ich besonders nervig/langweilig im ersten Teil des dritten Bandes “Das schwarze Dossier”. Dort wird nämlich Reiseerzählungen parodiert und einfach 80% Referenzen abgespult, eine nach der anderen und dazwischen wird in den 20% auch mal die Geschichte weitererzählt. Das war einfach massivst langweilig, weil es weder die Geschichte wirklich weiterbrachte, noch die Welt weiter ausfüllte.
    Mit der Grundprämisse ist bereits festgesetzt worden, dass “alles” real ist, dann ist es nicht wirklich interessant, ob Buch A oder Legende B auch inkludiert ist, denn Grundprämisse sagt Ja. Vor allem wenn es keinerlei Relevanz für die Hauptgeschichte hat. Komplett überspringen konnte man den Teil aber auch nicht, weil die 20% darin eben doch die Geschichte weitererzählt haben.
    Abseits vom Reisealmanach fand ich es durchaus toll und interessant, verschiedene Formen von Geschichten (Shakespeare Theaterstück neben Lovecraft Horrorgeschichte neben Noir Comic) in einem Werk zu haben und die zusammen eine Hauptgeschichte erzählen. Nur ist dieser vermaledeite Almanach eben nicht nur 5 oder 10 Seiten sondern über 40.

    Und ich habe absichtlich oben 3 britische Figuren genannt, denn Alan Moore ist Brite und daher werden zum Großteil auch diese Werke referenziert, was es etwas schwieriger macht die Feinheiten der Geschichte mitzubekommen, wenn man das Ursprungswerk nicht kennt.

    Ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht und an sich finde ich die Idee auch verschiedene literarische Gattungen nicht nur zu referenzieren, sondern deren Stil auch zu übernehmen faszinierend, aber der Reisealmanach war einfach zu viel für mich. Zu mal in der Omnibusedition auch einfach kleiner Text auf großer Seite ist und damit man teils einfach vor einer Wand aus Text sitzt, was ich häufig erstmal erschlagen fand. Ich hab kein Problem zu lesen, aber ich hatte mit einem Comic gerechnet, da ist dann seitenlanger kleiner Fließtext etwas unerwartet.

    Die Serie hat mit dem gleichnamigen Film nur das Grundkonzept und einige Charaktere gemeinsam, ansonsten sind es komplett eigene Geschichten.