Weißt du, ich glaube inzwischen nicht mehr, dass diese Leute dumm sind. Die meisten nicht. Ich glaube, sie haben schlicht zu viel Angst. Wenn der Klimawandel real ist, dann war das eigene Leben, das eigene Weltbild, vielleicht die eigene Partei jahrelang auf Sand gebaut, und dann müsste man etwas ändern – am Konsum, am Wählen, am Selbstbild. Also klammern sie sich an jeden Strohhalm, an jeden pensionierten Professor mit Randmeinung, an jede fünfzig Jahre alte Schlagzeile, an jedes KI-Fake, Hauptsache, die eigene Welt muss nicht zerbrechen. Ich kann diese Angst sogar verstehen. Was ich nicht mehr verstehen kann: dass man sich lieber belügen lässt, als einmal hinzuschauen, während die eigenen Eltern zur Risikogruppe gehören.

Sehr schön zusammengefasster Artikel, der sich mit der immer häufiger werdenden Gefahr von Hitze, die vom Klimawandel befeuert wird, auseinandersetzt.

  • HieroProtagonist@lemmy.ml
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    2 hours ago

    Ich bleibe bei meiner Meinung, die ich auch schon in anderen Threads geäußert habe:

    Wir werden den Klimawandel nicht als Demokratie überleben.

    Wir brauchen das, vor dem die AfD und andere rechte Parteien warnen: Wir brauchen eine Klimadiktatur, wir brauchen eine Notstandsregierung die - vielleicht für 10, vielleicht für 30 Jahre - uneingeschränkte Vollmachten bekommt um die Fehler der letzten ~ 50 Jahre rückgängig zu machen. Warum? Weil wir als Demokratie, als Kollektiv der Bürger einfach viel zu anfällig für Manipulation und Demagogie sind um langfristige, oft schmerzhafte Projekte wie dieses anzugehen.

    Wir haben jetzt nur noch die Wahl was wir opfern: Die Demokratie oder die Zukunft der modernen Zivilisation.

    • mindwanderer@feddit.org
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      51 minutes ago

      Denke mit dem Ansatz landen wir nur im Bürgerkrieg. Die Mehrheit der Deutschen will ja was tun dass die Regierung was tut. Waren irgendwie 75% oder so. Wir waren ja unter der Ampel auf den richtigen Kurs. Zwar in mit einer Verspätung, die selbst der DB peinlich wäre, aber es ging in die richtige Richtung.

      Schön wäre mal eine Regierung, die überhaupt versucht, etwas gegen die Krise zu tun. Dann müsste man noch den Umstieg auf E-Mobilität weiter erleichtern (besseres Ladenetz, Unterstützung für Kauf von Gebrauchtwagen und Retrofits) und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehr vorrantreiben.

      Mehr Aktivismus bräuchte es auch, aktuell haben die meisten ja einfach aufgegeben, da Protest auf demokratischem Weg nicht nur ignoriert, sondern teilweise auch bekämpft wird. In meinem Umfeld verfolgen viele nicht mal mehr die Nachrichten, da sie einfach das Gefühl haben, dass sie sowieso nichts mehr ändern können und es sie nur weiter krnak macht. Anstatt Deutschland zu retten versuchen die eher sich vor Deutschland zu retten.