Immer wieder wird der Linkspartei Antisemitismus vorgeworfen. Nun wollen die Parteichefs dies nicht länger dulden - und haben einen Antrag für den Bundesparteitag im Juni vorgelegt. Das Papier liegt dem ARD-Hauptstadtstudio vor. Von Alexander Budweg.
Der aktuelle Linken Führung ist es gelungen, die Partei im Wahlkampf auf soziale Ungleichheit und Klassenkampf zu richten, anstatt mit linkem Kulturkampf aufzufallen.
Da haben sie aber die Rechnung ohne gelangweilten Linken gemacht, die das nächste Thema brauchen, um sich intern zu zerfleischen.
Man stelle sich mal vor, rechte würden sich intern so bekriegen. Bräuchte es keine Antifa.
Rechte bekriegen sich wahrscheinlich innerhalb ihrer Gruppen genauso, es wird nur eben nicht so stark von der Presse aufgegriffen. Diese gesamte Diskussion hätte sich innerhalb der Partei einfach lösen können, es kam nur an die reißerische Presse, wo es dann zum “riesigen” Konflikt gemacht wurde
Ärgerlich, dass es in der Partei immer Leute gibt, die nicht die Klappe halten und ihre Egos mal hinter die wirklich solide Partei-Strategie zurück stellen können. Die Konservativen lachen sich doch tot, wenn wieder irgendjemand ein Video über Antizionismus raushaut. Denn dann können sie die Aufregung schön von außen befeuern und in die Gesellschaft tragen, um die Linke zu destabilisieren. Ich glaube das nennt man einen Bärendienst.