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Ein krasser Einschnitt für die psychotherapeutische Versorgung, den der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen spontan, ohne große Medienaufmerksamkeit und auch schon im nächsten Monat mal eben durchdrücken will: Einfach die Honorare für Psychotherapeut:innen um 10% kürzen (statt sie inflationsbereinigt anzuheben).

Man muss wohl zu dem Schluss kommen, die GKV finden, wir hätten zu viele Psychotherapeut:innen. Oder dass die vorhandenen Praxen zu viele Kassenpatient:innen behandeln, und zu wenig private? Denn das wäre in der Realität natürlich die einzige Folge dieser Anpassung: Weniger Therapieplätze für die gesetzlichen Kassen, oder gleich weniger Absolvent:innen, die Lust haben, eine Praxis aufzumachen.

Jeder, der schonmal wochen- oder monatelang auf der Suche nach einem ambulanten Therapieplatz war, muss da eigentlich sauer werden.

Medial bis jetzt trotzdem eher ein Nischenthema:

  • AlmightyDoorman@kbin.earth
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    3 hours ago

    Sind da Kassen im Psychosetting so penibel? Im somatischen Bereich ist bis 3.3 meines Wissens nach kaum ein Problem mit lachhaften Begründungen. Aber ist auch nur hör sagen.

    • RobinSohn@feddit.org
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      2 hours ago

      Mit Kassen meinst Du in dem Kontext die Privaten Krankenversicherungen. Da hast Du das Problem, dass die Vereinbarungen zur PT sehr unterschiedlich sind. PT ist häufig gar nicht versichert oder meistens gekappt. Das heißt, PKV erstattet der versicherten Person bis 2,3fach, auf dem Rest bleibt sie sitzen. Bei Selbstzahlung sowieso. Das Problem sind also nicht die Kassen, sondern die Patientys. Wenn die sich bei der Kammer beschweren, steigt Dir die recht schnell aufs Dach. Und bei PT hast Du tatsächlich überdurchschnittlich viele Beschwerden, weil die “Erfolgsquote” einer PT vergleichsweise niedrig ist und die Patientys gelegentlich eine in der Hinsicht schwierige Persönlichkeitsstruktur mitbringen.