Ich bin in einer Großstadt im Osten. Also die ist wirklich groß. Doch jedes Kuhkaff in Nordwestdeutschland ist kosmopolitischer. Hier höre ich Dinge als normalen Umgangston, wofür man dich in Kölle freundlich aus der Kneipe werfen würde und dir im Ruhrpott vorher noch eine drauf geben würde.
Finde ich mega spannend, weil ich dieselbe Erfahrung am Anfang des russischen Angriffskrieges gemacht habe. Bin nach verzweifelter Jobsuche für einen Job ins heutige Nazideutschland gezogen (SA). Im Büro saßen ein paar finstere Gesellen (:-)), ein paar Techniker waren das absolute Gegenteil (aber auch russlandfreundlich). Keine Ahnung wie es jetzt ist, hab mich nach ein paar Monaten wieder in den Westen verkrümelt. Ein paar Lieblingszitate:
- “geschieht denen ganz recht, das waren schon immer nazis” (es geht um Ukrainer)
- “aber nach dem Studium geht deine Freundin wieder in die Heimat oder” (es geht um eine dunkelheitige Partnerin)
Es wurde ständig nur gebrüllt, alle waren irgendwie sauer die ganze Zeit, und die gemeinsamen Mittagessen waren ein absoluter Albtraum. Und die Chefetage hat sich Klominuten aufgeschrieben.
Da muss irgendwas im Grundwasser sein.
Edit: habs mal ein bisschen entschärft, will niemanden das nazitum vorwerfen :) schlimm war es auf jeden Fall. Es gab auch positive Dinge, z.B. ein paar super nette Nachbarn, die beim Umzug einfach so mit angepackt haben. Geschockt hat mich der Kulturunterschied dennoch ein klein wenig.


Ja so im Nachhinein muss ich auch sagen, dass manche Leute mega cool waren. Vor Allem fand ich super, wie selbstverständlich die paar Nachbarn geholfen haben, wenn man mal was brauchte (es standen halt echt viele Wohnungen leer, kein scheiß). Und wie mancher Umgang echy super nett war.
Nur auf der Arbeit lief es halt echt scheiße ab.