Und wieder eine erwähnenswerte ePetition. Diesmal das Thema Kein Progressionsvorbehalt auf Elterngeld vom 07.01.2026 .
deleted by creator
Das wäre eine doppelte Bevorteilung, weil das Elterngeld selbst ja auch schon vom Einkommen abhängt. Besserverdienende bekommen mehr Elterngeld und durch den vollständigen Wegfall des Einkommens des Beziehers geht dann der Steuersatz noch massiv herunter.
Die Begründung ist auch fadenscheinig. Was ist an dem Elterngeld fiktiv, das doch jeden Monat auf dem Konto landet? Wer nicht oder teilzeit arbeitet, zahlt keine Einkommensteuer auf den weggefallen Teil des Gehalts – bekommt den Teil aber eben auch nicht.
Man könnte anderen Unfug wieder rückgängig machen, wie das Verbot, dass beide Eltern nicht gleichzeitig Elternzeit nehmen dürfen.
Ylander lebt halt da, kann man nichts machen :D
🤷♂️ Anssichtssache und als Mensch mit Kinderwunsch in einer Gesellschaft die irgendwie zunehmend Familien- und Kinderunfreundlich ist und in der der Begriff „Gutverdienend“ nicht mehr das bedeutet, was es mal war, auch ein verständliches Anliegen.
Fakt ist aber eben, dass wie in der Petition dies hauptsächlich Gutverdienern zu gute kommen würde. Was meinst du genau damit das Gutverdiener nicht mehr das bedeutet was es mal war? Kenne aus meinen Freundeskreis viele Paare mit Einkommen über 120k, die sich auch darüber aufregen, aber eben auch in der Elternzeit für paar Monate verreisen etc. Kann mich nicht entsinnen, dass dies bei der Generation meiner Eltern für viele drin war.
Wo ich dir zustimme, ist das die Arbeit stärker besteuert wird als Vermögen und durch die Abschaffung der Vermögenssteuer wurden solche Dinge eben auch begünstigt.
Das es bessere und gerechtere Lösungen geben könnte für Elterngeld ist mir auch klar. Aber dann bitte auch sozial fair für die unteren Einkommen.
Zum Thema Familien und Kinderunfreundlich, da müsste man aber halt eher an Kitaplätze und Vereinbarkeit von Beruf und Familie ran. Da bringt diese Petition nichts.
Ich meine, dass die frühere obere Mittelschicht bei für alle steigende Lebenskosten ausgehöhlt wird.
Durch progressive Besteuerung und Bemessungsgrenze wird es unangenehm und in allen Zuwendungen sind die zum Teil zu Recht, zum Teil zu Unrecht nicht bedacht.
Es gibt da quasi ein Sweetspot, um die 120k, dem es erschwert wird sich zu konsolidieren. Wenn man dann als zwei Berufstätige ein Kind haben möchte, und keine Verwandte zum Helfen da sind, ist man so richtig gekniffen.
Da fallen viele soziale Themen aufeinander, aber wenn Klingenbeil schon davon ausgeht, dass ein Single in Deutschland 3000 € (vermutlich hat den Mittelwert von 2.741 € aufgerundet) Netto verdienen muss, um über die Runden zu kommen dann zeigt das halt, wie sich die Zeit geändert hat.
Und die Generation vor uns hatte ein Gehalt, eine Frau zu Hause, ein Haus, zwei Autos, Kinder… Nicht dass ich die Konstellation/den Lebensentwurf gut finde aber zu der Zeit war das Leben und die Lebenshaltungskosten anders strukturiert.
Und wenn wir schon bei Anekdoten sind: Es gibt auch Einkommen mit 120k die Ihre Studienschulden zurückzahlen und gerade erst Anfang ein Leben aufbauen, oder Bürgergeld Empfänger, die in den Urlaub fahren 🤷♂️ Übrigens schön für deine befreundeten Paare. Gehe davon aus, dass irgendwo entsprechendes Vermögen oder Besitz in der Familie ist. Hat auch nicht jeder und ist auch nicht an einem Gehalt geknüpft.
Für sozial gerecht bin ich allerdings immer zu bei niedrigen Steuern auf Lebensmitteln, einer Vermögenssteuer, bezahlbare Öffis bin ich ganz vorne mit dabei. Und ich denke auch, diejenigen, die breitere Schulter haben müssen mehr beitragen. Aber die jetzig gezogenen Grenzen finde ich komplett widersinnig.
Da stimme ich dir auch absolut zu, alle Erhöhungen gehen auf diese Leute und die mehr verdienen kommen noch günstiger weg.
Aber warum dann nicht in der Petition eine Reform des Elterngeldes fordern die es für alle gerecht macht auch die Sozialschwachen? Mit dieser Petition werden eben hauptsächlich die sowieso schon besser verdienen unterstützt.
Naja aber mit 120k ist man immer noch besser gestellt als eine Familie mit 60k, deshalb meine Meinung wenn dann eine richtige Reform fordern wo alle profitieren.
Habe das von Klingbeil auch gesehen, auch kurz gestutzt. Aber er hat nie Brutto oder Netto gesagt und gehe davon aus er meinte Brutto.
Die Generation vor uns, hatte aber ein deutlich anderes Konsumverhalten als wir heute und das Haus wurde über mehrere Jahre nach und nach fertig gebaut, es gab 1-2x Urlaub etc. Man muss dann schon auch sagen, dass Sie nicht diesen Luxus wie wir genossen haben.
Ja aber wenn ich Studienschulden abzahle dann habe ich das bewusst in Kauf genommen oder? In Deutschland zahlt man keine. Man kann nicht vom Staat verlangen das er einem bei allem hilft. Und ja Bürgergeld Empfänger dürfen auch in den Urlaub, denke nicht das Sie 1 Haus, 2 Autos etc. haben und nicht im Ritz Urlauben.
Ne bei meinen Freunden war kein Erbe etc. da. Die haben 10 Jahre drauf hingespart und eben bei Urlaub stark eingeschränkt.
Bin ich vollkommen bei dir, dass die jetzigen Grenzen schwachsinnig sind. Man sollte stärker Vermögen anstatt Arbeit besteuern. Viele Reiche zahlen 25% Kapitalertragssteuer du als Arbeiter bis zu 45%. Ebenso bei der Erbschaftssteuer dasselbe.
Daher nicht nach unten schauen sondern endlich die da oben mal in die Pflicht nehmen.



